Apple Mail – neueste e-Mail in Konversation oben anzeigen

(only in german – sorry)

Die Konversationen in Apple Mail sind √§u√üerst n√ľtzlich. Wer die neueste e-Mail in der Konversation nicht unten, sondern oben stehen haben m√∂chte, muss dazu Folgendes tun:

Mail => Einstellungen => Darstellung => Haken ganz unten setzen bei “Neueste e-Mail oben anzeigen”

 

CarNoGo – warum ich in New York kein car2go Auto mieten konnte

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Kennt ihr das? Diese innovativen Mobilit√§tskonzepte? Immer und √ľberall verf√ľgbar, einfach die App √∂ffnen und einsteigen?

Nun, wie sich herausstellte, gilt das nicht √ľberall.

Aber von vorn. Ich war vor kurzem in den USA, genauer gesagt in New York. Das U-Bahn System dort ist schlicht und einfach Mist und dann waren auch gleich noch 2 Linien aufgrund von Bauarbeiten teilweise gesperrt. Und obwohl ich der englischen Sprache einigermaßen mächtig bin, war es mir nicht möglich herauszufinden, was nun wie und wo genau gesperrt ist.

Egal. Es musste ein alternatives Fortbewegungsmittel her und da ich weder die Uber noch die Lyft App auf meinem Telefon hatte, √ľberkam mich ein freudiges L√§cheln, als ich einen kleinen wei√ü-blauen Car2Go Smart sah. Nur leider konnte ich die Car2Go App nicht dazu √ľberreden, mir das Fahrzeug zur Miete zu √ľberlassen.

Und um es kurz zu machen – es geht nicht. Als deutscher Nutzer von Car2Go kann man in den USA keine Fahrzeuge mieten. Es ist eine erneute, manuelle Verifizierung des F√ľhrerscheins n√∂tig, die nur vor Ort gemacht werden kann. Selbst wenn man dieses Hindernis hinter sich bringen k√∂nnte (was bei einem l√§ngeren Aufenthalt durchaus m√∂glich w√§re), ben√∂tigt man zus√§tzlich noch einen neuen Car2Go Account. “Pendelt” man also h√§ufiger zwischen den USA und Deutschland, m√ľsste man sich auf dem Smartphone also auch st√§ndig an der App an- und abmelden.

Das Schlimmste aber daran – die deutsche Car2Go Website schweigt sich √ľber diese Beschr√§nkung aus. Ich musste wirklich ziemlich lange suchen, bis ich schlie√ülich auf der amerikanischen Website – und dort auch sehr versteckt – diese Info fand. Nat√ľrlich habe ich auch versucht, den amerikanischen Kundendienst anzurufen. In der seeeeeehr langen Warteschlange habe ich aber aufgegeben.

Sehr √§rgerlich das Ganze. Letztendlich wurde ich dann Kunde von Lyft und Uber, wobei die “Lyft Experience” die deutlich Bessere war.

e-Roller Sharing in D√ľsseldorf

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Update – toter Eddy und hohes Gewicht:

Gestern hatte ich gleich 2 Probleme, allerdings mit unterschiedlichen Eddys. Roller Nr. 1 hatte ich √ľber die App reserviert und die Helmbox lies sich zu Mietbeginn problemlos √∂ffnen. Leider konnte ich den Eddy nicht starten. Er war schlicht und einfach komplett tot. Keine Anzeige im Display, kein Starten und nat√ľrlich kein Fahren. Leider konnte mir die Hotline ebenfalls nicht weiterhelfen, so dass mir nichts anderes √ľbrig blieb, als zum n√§chsten Eddy zu gehen. Ich hoffe, dass ich eine Gutschrift f√ľr die Mietzeit erhalte. Denn mit Rumprobieren und Hotline anrufen sind dann doch gute 15 Minuten vergangen.

Roller Nr. 2 hatte ein ganz anderes Problem. Ich musste wirklich alle meine Kraft aufbieten, um ihn vom St√§nder herunterzubekommen. Mir ist bereits einige Male aufgefallen, dass die Eddys ein wirklich hohes Gewicht (laut Datenblatt 85kg, scheinen mir pers√∂nlich aber deutlich schwerer) haben und ich kann mir gut vorstellen, dass so manch einer oder eine Probleme haben d√ľrfte, den Eddy in Startposition zu bringen. Bei diesem ganz speziellen Eddy wiederum schien sich der St√§nder verkantet zu haben. In diesem Bereich w√§re eine konstruktionstechnische Verbesserung auf jeden Fall hilfreich.

Seit einiger Zeit sind mir im Zentrum von D√ľsseldorf diesen kleinen gr√ľn-schwarzen Roller mit der Aufschrift “eddy-sharing.de” aufgefallen. Als Freund von innovativen Mobilit√§tskonzepten musste ich nat√ľrlich sofort austesten, was sich dahinter verbirgt.

Wenig √ľberraschend handelt es sich dabei um ein Sharing-Konzept, nur diesmal eben nicht Car-Sharing sondern Roller-Sharing und zwar in Form von Elektrorollern der spanischen Firma Torrot. Bevor ich jedoch meine erste elektrische Rollerfahrt antreten konnte, musste ich mich zun√§chst registrieren. Das geht entweder per Website auf eddy-sharing.de oder per iOS oder Android App. F√ľr die Registrierung selbst ben√∂tigte ich meinen F√ľhrerschein (ein “normaler” PKW F√ľhrerschein) und eine Zahlungsmethode – wahlweise Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift. Wie von Car-Sharing Konzepten bekannt, muss auch bei eddy-sharing der F√ľhrerschein verifiziert werden. Das geht √ľber die App sehr komfortabel und zwar in Form eines Bildes sowie eines kurzen Videos, was man von sich selbst und dem F√ľhrerschein aufnimmt. Das geht dann direkt an eddy-sharing, wird von einer Person verifiziert und danach kann es losgehen. Wem dieses Verfahren zu bedenklich in Sachen Datenschutz ist, hat zus√§tzlich die M√∂glichkeit, pers√∂nlich im eddy-sharing Servicecenter vorstellig zu werden. Die Registrierung kostet einmalig 10,- EUR, die allerdings sofort – zu mindestens aktuell – in ein Minutenguthaben umgewandelt werden.

Laut der Website von eddy-sharing sollten das 50 Minuten sein Рin meinem Falle waren es 100 Minuten. Ansonsten kostet jede Fahrminute mit einem eddy 0,19 EUR, jede Parkminute 0,05 EUR (falls man fix etwas einkaufen will und der Eddy solange parkt) und es gibt eine Kostenbremse in Höhe von 24 EUR pro Tag. Ob die Kostenbremse auch bedeutet, dass man den Eddy wirklich einen ganzen Tag nutzen könnte, habe ich allerdings nicht getestet.

√úberhaupt scheint es mir so, als h√§tte das Preismodell aktuell noch leichte Inkonsistenzen. So wurde mir am Ende meiner ersten Fahrt in der App angezeigt, dass eddy-sharing automatisch den f√ľr mich g√ľnstigsten Preis gew√§hlt h√§tte und zwar den Minutenpreis. Es gibt also offensichtlich auch einen Preis pro Kilometer. Grunds√§tzlich ist das nicht ungew√∂hnlich f√ľr Sharing-Konzepte. Nur w√ľrde ich dann schon gerne wissen, was wann wie zur Abrechnung kommt. Wie sich nach einer kurzen Recherche herausstellt, gab es wohl urspr√ľnglich 2 Preismodelle. Ein Kilometermodell und ein Minutenmodell. Das Kilometermodell scheint – wenn ich der eddy-sharing Website Glauben schenken darf, allerdings zum 04.05.2018 abzulaufen.

Jetzt kommen wir aber endlich zum wichtigsten Teil, n√§mlich dem Fahren. Ein Eddy ist schnell gefunden, im D√ľsseldorfer Stadtteil Pempelfort aktuell sogar so schnell, dass ich nicht mal die App √∂ffnen m√ľsste. Muss ich aber trotzdem, sonst kann die Miete bzw. Fahrt nicht beginnen. Gesagt, getan und schon √∂ffnet sich die Verriegelung der Helmbox mit einem deutlich h√∂rbaren Klack und gibt den Blick auf einen der beiden darin befindlichen Helme frei. Helm aufgesetzt, den Eddy mit doch recht hohem Kraftaufwand vom St√§nder gewuchtet, mit einem kleinen Schalter eingeschaltet und schon gehts los. Das der Roller elektrisch ist, f√§llt sofort daran auf, dass er keinerlei Ger√§usch von sich gibt. Erst bei starker Beschleunigung gibt es das bei Elektromotoren bekannte Surren, eine Mischung aus Gabelstabler und Raumschiff. Apropos starke Beschleunigung – diese hat der Roller tats√§chlich, so dass kleine Ampelrennen durchaus m√∂glich sind. Allerdings hat diese Beschleunigung ein j√§hes Ende und zwar bei 50km/h. Das d√ľrfte daran liegen, dass der Roller unter die Kategorie L1e f√§llt und somit eigentlich schon bei 45km/h abgeriegelt werden sollte. Dank der F√ľhrerscheinregelungen f√ľr Roller ein n√∂tiger Kompromi√ü. Doch trotz dieser Beschr√§nkung macht das Fahren mit dem Eddy gro√üen Spa√ü, denn der kleine e-Roller ist sehr dynamisch, wendig und spritzig. Dennoch kann es passieren, dass man dank der 50 bzw. 45km/h Beschr√§nkung zu einem kleinen Verkehrshindernis wird. Die Stadtautobahn oder Schnellstra√üe sollte man tunlichst meiden.

Stattdessen habe ich etwas getan, was ich nicht tun sollte, wozu der elektrische Eddy aber verleitet. N√§mlich wild abzuk√ľrzen, √ľberall dort lang zu fahren wo ich nicht darf, ja sogar ein Park und ein Fahrradweg waren nicht vor mir sicher. Das liegt haupts√§chlich daran, dass Eddy so leise ist und man schlicht und einfach kein Aufsehen erregt. Auf dem Fahrradweg war ich eben einfach ein schnelleres Fahrrad. Und im Park, naja √§hmmm, es hat einfach Spa√ü gemacht und war eine gro√üartige Abk√ľrzung.

2 Dinge gibt es allerdings, die mir am elektrischen Eddy nicht so gut gefallen haben. Das Schlimmste davon sind die Bremsen. Obwohl sie es nicht sind, funktionieren diese recht digital. Bremsen, oder eben nicht bremsen. So etwas wie Gef√ľhl oder die M√∂glichkeit einer sanften Dosierung der Bremskraft gibt es nicht bzw. nur sehr sehr bedingt. Zudem hatte ich – als eher seltener Rollerfahrer – einige Probleme herauszufinden, was jetzt eigentlich Vorder- und was Hinterbremse ist. Der erfahrene Mopedfahrer wird mich jetzt sicherlich auslachen – vollkommen zu Recht – allerdings h√§tte ich einen Aufkleber in der N√§he des jeweiligen Hebels ganz praktisch gefunden. Fairerweise muss erw√§hnt werden, dass auf der Website erkl√§rt ist, welcher Hebel f√ľr welche Bremse ist.

Die 2. Sache die mir nicht gefallen hat, sind die Spiegel. Denn f√ľr jemanden mit meiner K√∂rperstatur sind diese schlicht und einfach zu klein bzw. zu weit innen angebracht. Mir ist es nicht gelungen, diese so einzustellen, dass ich tats√§chlich hinter mir etwas sehen konnte au√üer meine eigene Schulter oder meinen Kopf. D√ľnnere Menschen werden das Problem sicherlich nicht haben, aber gerade in der Stadt ist es ohne spiegel schon ein bisschen bl√∂d. Weitere negative Dinge sind mir nicht aufgefallen, bis auf den oben bereits angesprochenen hohen Kraftaufwand, um den Eddy vom St√§nder zu bekommen. Ursache daf√ľr ist das hohe Gewicht des Eddy, was wiederum zum Teil durch die Batterie(n) bedingt ist. Die hier verwendete City Version des Torrot Muvi wurde mit zwei Batterien ausgestattet, was eine Reichweite von ca. 85km erm√∂glicht. F√ľr ein Roller-Sharing sollte das ausreichen, wenn gleich ich auch schon 2-3 Eddys in der App gesehen habe, bei denen der Akkuladestand gegen Mittag nur noch um die 20% betrug.

Kleine Erg√§nzung zur Ausstattung des Eddy – es gibt eine wirklich unglaublich praktische und sichere Smartphonehalterung am Lenker, so dass ich mich sogar ein wenig von Google Maps durch D√ľsseldorf leiten lassen konnte.

So hat mich also die erste Fahrt mit einem e-Roller durchaus begeistert. So sehr, dass ich begann mich zu fragen, was denn so ein e-Roller eigentlich kostet. Die Auswahl ist inzwischen erstaunlich gro√ü und das Angebot einigerma√üen un√ľberschaubar, da es diverse Faktoren zu beachten gibt (Reichweite, F√ľhrerscheinklasse, Platz f√ľr Gep√§ck, Gr√∂√üe des Rollers an sich, Leistung, usw.). Also beschr√§nkte ich meine Suche auf die Roller von Torrot, da ich den Muvi City jetzt bereits kannte. Ich darf an dieser Stelle sagen, dass ich einigerma√üen geschockt war. F√ľr die 45km/h Version sind rund 4.800 EUR f√§llig, bei der Muvi Executive Variante mit 60km/h sind es sogar knapp 5.000 EUR. Bei der Konkurrenz gibt es das billiger – nun – ja und nein. Es gibt deutlich g√ľnstigere e-Roller, aber es gibt auch noch deutlich teurere, z.B. die e-Schwalbe (www.MySchwalbe.com).

Gespannt sein darf man in diesem Zusammenhang auf AppScooter – https://boltmobility.com/appscooter – quasi der Tesla unter den Elektrorollern, wenn er denn dann irgendwann in 2018 auf den Markt kommt. Bis dahin fahre ich weiter Eddy!

Zensur

(only in german – sorry)

Seit 01.10.2017 ist das sogenannte Netzwerkdurchsetzungsgesetz in Kraft getreten. Heute habe ich die Auswirkungen davon zum ersten Mal live erlebt. Ein User bei Twitter hat einen mehr Tweets “retweetet”. Allerdings konnte ich diesen Retweet nicht lesen. Stattdessen zeigte mir Twitter (links im Bild) die Meldung “…account has been withheld in: Germany.” Daraufhin begab ich mich mit Hilfe eines VPN¬īs nach Tschechien, so dass ich den Retweet lesen konnte (rechts im Bild). Der Beitrag war harmlos.

Trotzdem war ich geschockt √ľber diese sehr direkte und sichtbare Form von Zensur. Ich f√ľhlte mich an die DDR erinnert, aber auch an die zahlreichen Vorhaltungen in unserer Zeit gegen√ľber Russland, China und einigen arabischen Staaten. Als ich vor √ľber 20 Jahren zum ersten Mal einen Fu√ü ins Internet gesetzt habe, war das der Anfang einer neuen Zeitrechnung f√ľr mich. Der Austausch mit Menschen aus (fast) aller Welt war mit einem Mausklick m√∂glich. In Newsgroups, Foren und dem IRC galt es eins ums andere Mal zu lernen, dass andere Meinungen sehr unbequem und sehr anstrengend, manchmal auch verletztend sein k√∂nnen. Trotzdem halte ich das, was ich unter Meinungsfreiheit kennen gelernt habe und verstehe, f√ľr ein absolut unverzichtbares Grundrecht. F√ľr mich ist es die Basis von Demokratie.

Und nein, ich habe die letzten Monate und Jahre nicht unter einem Stein gelebt. Ich habe die diversen Einschr√§nkungen der “Freiheit” zur Kenntnis genommen. So richtig wirklich betroffen, haben sie mich bisher nicht. Wohl auch ein Grund daf√ľr, dass ich mich heute fragen muss, ob ich nicht mehr dagegen h√§tte tun k√∂nnen. Die Antwort darauf ist: Ja, ich h√§tte mehr dagegen tun k√∂nnen und m√ľssen.

Ich w√ľrde jetzt gerne schreiben, dass mir der 02.11.2017 f√ľr immer in Erinnerung bleiben wird. Leider stimmt das nicht. Ich werde ihn – so wie ich mich kenne – schon sehr bald vergessen haben. Das Gef√ľhl, in einem freiheitlich-demokratischen Land zensiert wurden zu sein, werde ich jedoch nicht so schnell vergessen.

Dinge die ich tue, während mein Elektroauto lädt

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  1. Schlafen
  2. Pilze suchen
  3. Kaffee trinken
  4. Bungalow kehren
  5. Wäsche abhängen
  6. Abendessen
  7. Schifffahrtplan studieren
  8. Diese Liste schreiben
  9. Durch die Außenbezirke von Moers spazieren
  10. Bei Aldi einkaufen
  11. Eine Runde schwimmen gehen
  12. Ein St√ľck Torte bei Franz Mehlhose essen

Schlechter Service von seiner besten Seite – eine Reise in der 1. Klasse der Deutschen Bahn

(only in german – sorry)

Zunächst ein kleines Vorwort: im folgenden Beitrag werden Erbsen gezählt und Kleinigkeiten hochstilisiert. Der oder die Lesende möge dies bitte bedenken.


Ich fahre selten 1. Klasse. Genau genommen eigentlich nie, da ich es unter den Gesichtspunkten Servicequalit√§t / Mehrwert / Kosten f√ľr extremste Geldverschwendung halte. Au√üer nat√ľrlich, mein Bahn Bonus Punktekonto hat wieder einmal schwindelerregende H√∂chstst√§nde zu verzeichnen und ich auf der Suche nach einer sinnvollen Pr√§mie (abgesehen von den Spendenm√∂glichkeiten) am 500 Punkte teuren “Upgrade in die 1. Klasse” nicht vorbeikomme. Das liegt u.a. daran, dass der Einl√∂se- und Buchungsprozess f√ľr diese Pr√§mie so herrlich einfach ist. Daf√ľr ein Lob an die Bahn.

Die bereits erw√§hnten H√∂chstst√§nde sorgen also daf√ľr, dass ich in letzter Zeit doch √∂fters 1. Klasse fahre. Leider reift in mir immer mehr die Erkenntnis, dass selbst die 500 Bahn Bonus Punkte daf√ľr zu schade sind. Das hat im Wesentlichen 2 Gr√ľnde:

1.) Ein Ticket der 1. Klasse beinhaltet eine Sitzplatzreservierung. Soweit so gut. Dumm nur, wenn der komplette Zugteil feht, in dem sich der reservierte Sitzplatz befindet. F√ľr einen gescholtenen Bahnfahrer ist das nichts Ungew√∂hnliches und ehrlich gesagt habe ich sogar ein gewisses Ma√ü an Verst√§ndnis daf√ľr, dass das eben mal passieren kann. Wof√ľr ich hingegen kein Verst√§ndnis habe ist, dass weder Anzeigetafel noch Durchsage am Bahnhof diese Tatsache erw√§hnten. Wenigstens eine Durchsage im Zug h√§tte ich erwartet, eigentlich nicht zu viel verlangt f√ľr ein Ticket, dessen zu mindestens theoretischer Preis bei 209,- EUR lag. Bekommen habe ich eine flappsige Aussage der Zugbegleiterin, dass es der 2. Zugteil heute nicht geschafft h√§tte. Ach und √ľbrigens, dass WLAN hat es heute auch nicht geschafft.

2.) Die Ost-Verschw√∂rungstheorie! Kennt ihr das? Bedienung am Platz, kleine Snacks, manchmal wird mir sogar die Zeitung gereicht. Standard in der 1. Klasse. Im ICE Sprinter, irgendwo zwischen NRW, Hessen und Bayern klappt das ganz gut. Kaum steige ich aber in einen der ICE¬īs ab Frankfurt in Richtung Osten – denkste! Zun√§chst mal gibt es keine Snacks. Zeitungen je nach Vorrat, mei√ütens aber eher d√ľrftig bis gar nicht. Und Bedienung am Platz? Wenn ich Gl√ľck habe, verirrt sich ein Zugbegleiter mehr oder weniger kurz vor oder nach Fulda aus diesem Zwecke in die 1. Klasse. Zur Erinnerung – von Frankfurt Hbf bis Fulda f√§hrt der Zug ziemlich genau eine Stunde.

Und wo ist jetzt die Verschw√∂rung? Nun, bereits als Reisender der Holzklasse konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es in den Z√ľgen gen Osten gern ein bisschen weniger sein darf.¬† Zum Beispiel weniger Zugbegleiter, weniger (keine) Ansagen auf Englisch, weniger Warten auf Anschlussz√ľge. Das setzt sich also tats√§chlich bis in die 1. Klasse fort und macht mich nachdenklich. Sind alle Reisende in Richtung Osten Passagiere 2. Klasse? Sind das √úberbleibsel des Sozialismus, der klassenlosen Gesellschaft der Arbeiter und Bauern?

Ich wei√ü es nicht. Was ich aber inzwischen wei√ü ist, dass im ICE Sprinter mind. 3 Zugbeleiter sich um Passagiere der 1. Klasse k√ľmmern. Nach meinem Empfinden mehr oder weniger exklusiv. In meinem ICE gen Osten war es genau ein Zugbegleiter, der nicht exklusiv daf√ľr abgestellt war. Ich bezahle also 500 Punkte oder das Doppelte meines normalen Fahrpreises f√ľr einen Service, den ich dann nur auf 50% meiner Reise tats√§chlich bekomme.

Lustigerweise flatterte vor wenigen Tagen die kostenlose Probe-Bahncard 50 f√ľr die 1. Klasse in Haus…ich glaube, so wird das nix mit uns liebe Bahn.


Update: Nach einer kleinen Beschwerde beim Kundendialog der Bahn habe ich meine 500 Bahn Bonus Punkte gutgeschrieben bekommen.

Differenzierte Flexpreise Рwarum dein ICE plötzlich teurer ist

(only in german – sorry)

Wer viel Bahn fährt und seine Tickets häufig online kauft, kennt das sicherlich. Ich jedenfalls klicke mich praktisch blind durch den Buchungsvorgang. Auch dem Preis schenke ich keine große Beachtung. Meine Verbinungen sind immer gleich teuer, Sparpreise gibt es entweder aufgrund der Auslastung oder durch die Nutzung eines ICE-Sprinters nie.

K√ľrzlich allerdings passierte das Unglaubliche. Meine √ľbliche Verbindung war pl√∂tzlich teurer geworden. Also noch teurer als sonst. Und das innerhalb von 2 Tagen. Dienstags fuhr ich noch f√ľr 62,50 EUR (mit BC50 Rabatt) von Erfurt nach D√ľsseldorf. Donnerstags kostete die Fahrt von D√ľsseldorf nach Erfurt pl√∂tzlich 64,25 EUR (ebenfalls mit BC50 Rabatt). Eine Woche vorher hatte ich – genau wie f√ľr die Hinfahrt – noch 62,50 EUR bezahlt.

Was war passiert? Hatte ich eine neuerliche Preiserh√∂hung im Fernverkehr verschlafen? Den falschen Zug ausgew√§hlt? Die goldene Klosch√ľssel dazu bestellt?

Nun, wie sich nach der Kontaktaufnahme mit dem Twitter Team der Bahn herausstellte, hatte ich alles richtig (n√§mlich so wie immer) gemacht. Aber die Bahn hat – zumindestens f√ľr mich heimlich, still und leise – ein System namens differenzierter Flexpreis eingef√ľhrt. Ich darf an dieser Stelle einmal zitieren:

Die DB weitet zun√§chst f√ľr ein Jahr ihren Test zum differenzierten Flexpreis national aus. Seit August testet die DB auf den Strecken Frankfurt/Main‚ÄďK√∂ln und M√ľnchen‚ÄďN√ľrnberg Flexpreise, die sich tageweise in der H√∂he leicht unterscheiden. Mit dem Test untersucht die DB, ob durch unterschiedliche Preish√∂hen im Flexpreis mehr Fahrg√§ste gewonnen und eine bessere Lenkung der Nachfrage erreicht werden k√∂nnen.

http://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/12276904/p20160930.html?dbkanal_006=L01_S01_D001_KTL0005_dialog-standard_LZ01

Puhhh, da musste ich erstmal tief durchatmen. Ruinieren mich die 1,75 EUR mehr? Nein, auf keinen Fall. Frustrieren mich die 1,75 EUR? Aber ja doch!

Und daf√ľr gibt es gleich mehrere Gr√ľnde. Rechne ich den Preis ohne BC50 Rabatt ganz platt um, schafft es die Bahn doch tats√§chlich auf (gerundete) 0,31 EUR pro Kilometer. Das ist schon krass wenn man bedenkt, dass der offizielle Auto-Verrechnungssatz in Deutschland bei 0,30 EUR/km liegt. Und dann w√§re da die Sache mit dem “mehr Fahrg√§ste gewinnen”. Wenn die Verbindung Frankfurt/Main – K√∂ln eine Sache nicht gebrauchen kann, dann sind es (noch) mehr Fahrg√§ste. Zu den Hauptverkehrszeiten sind die ICEs rappelvoll, manchmal mehr als das.

Bleibt noch die “bessere Lenkung der Nachfrage”. Nun liebe Bahn, wie viele andere Unternehmen auch, kennt ihr eure Kunden nicht allzu gut. Ihr versucht sie gerade mit verschiedenen Ma√ünahmen kennenzulernen. Das finde ich gut. Aber auf der Verbindung Franfurt/Main – K√∂ln k√∂nnt ihr euch das sparen. Jeder Blinde mit Kr√ľckstock erkennt, dass die Leute in dem ICE nicht zum Spa√ü durchs Land fahren. Sondern 98% sind pendelnde Gesch√§ftsreisende oder gesch√§ftsreisende Pendler. Und deren Nachfrage k√∂nnt ihr mit 1,75 EUR nicht lenken. Die benutzen die Z√ľge, weil die ziemlich gut ins deutsche Arbeitsbeginn- / Feierabendschema passen. Ihr k√∂nnt doch nicht ernsthaft annehmen, dass diese Leute wegen 1,75 EUR eine andere Verbindung nehmen?!? Meine k√ľhne Vermutung ist, dass 90% der Leute ihre Fahrscheine nicht einmal selbst bezahlen (sondern ihre ArbeitsgeberInnen). Und die 10%, die ihre Fahrscheine selbst zahlen (so wie ich), ver√§rgert ihr mit einem kleinen, unn√∂tigen Detail.

Man könnte auch sagen, gleiche Leistung zu einem höheren Preis. Was soll das?

eBay + PayPal + DHL ins europäische Ausland = nicht gut

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Ich habe letztens einen Artikel bei eBay verkauft. F√ľr einen mittleren dreistelligen Eurobetrag. Als privater Verk√§ufer. Nach Italien. Der K√§ufer hat¬†per PayPal gezahlt. Ich habe¬†den Artikel¬†per DHL International verschickt und der K√§ufer hat¬†ihn¬†wenige Tage sp√§ter erhalten. Leider besch√§digt.

Am Ende hat der K√§ufer sein Geld √ľber den PayPal K√§uferschutz und ich einen besch√§digten Artikel zur√ľckerhalten. Sch√∂ner Mist.

Was¬†genau war passiert?¬†Der K√§ufer wollte den Artikel¬†zur√ľck schicken¬†und sein Geld wieder haben. Verst√§ndlich. H√§tte ich auch gewollt. Leider¬†hat der K√§ufer bei der Annahme des Paketes dem Paketboten nicht mitgeteilt, dass das Paket besch√§digt ist – obwohl es aussah als sei ein Monstertruck dr√ľber gefahren. Also rief ich bei DHL an und bekam dort nur die lappidare Antwort, dass bei Sendungen ins Ausland immer der Empf√§nger den Schaden melden muss (https://www.dhl.de/de/privatkunden/hilfe-kundenservice/schadensanzeige.html). Das versuchte der K√§ufer (zumindestens behauptete er das) bei seiner lokalen Postfiliale – ohne Erfolg. Wir versuchten es dann zusammen online bei der italienischen Post. Keine Reaktion. Nach einigem Hin- und Her stellte der K√§ufer schliesslich einen Antrag auf K√§uferschutz per PayPal.

Ich wurde von PayPal zur Stellungnahme aufgefordert und legte den Sachverhalt 1:1 dar. Die Entscheidung folgte auf dem Fu√üe. R√ľckerstattung des Kaufpreises nach R√ľcksendung des Artikels. Das tat der K√§ufer umgehend und so stand¬†auf meinem PayPal Konto ein dickes dreistelliges Minus. Als Gegenleistung erhielt ich den besch√§digten Artikel zur√ľck. Die Tatsache, dass der Artikel w√§hrend des Transports besch√§digt wurde, spielte keine Rolle bei der Entscheidung von PayPal.

Zusammenfassend kann ich also sagen, dass der Versand eines Artikels ins Ausland ein hohes Risiko darstellt. Denn wird der Artikel beschädigt, bleibt man auf den Kosten bzw. dem beschädigten Artikel sitzen und hat keinerlei Möglichkeit, etwas dagegen zu tun.

 

Wie Mitarbeiter die Deutsche Bahn sehen

(only in german – sorry)

Zeit Online hat einen interessanten Artikel gebracht, wie Mitarbeiter die Deutsche Bahn sehen.

Mir persönlich fehlt der Aspekt, welche Rolle eigentlich die Politik Рund das ist keine Kleine Рbei den Problemen der Bahn spielt. Auch wenn der Fokus des Artikels auf der Mitarbeitersicht liegt (und das ist gut so), wird zumindestens kurz die Verantwortung des Managements erwähnt. Eine mindestens gleichwertige Erwähnung der politisch Verantwortlichen hätte nicht geschadet.

Trotzdem – lesenswert !

Warum die Bahn immer noch unfähig ist

2016-10-05-18-56-08(only in german – sorry)

Ich habe schon lange nicht mehr √ľber die Deutsche Bahn geschrieben. Haupts√§chlich weil ich in letzter Zeit prim√§r Auto gefahren bin. Woran die Bahn nicht ganz unschuldig ist, zumindestens was ihre Servicequalit√§t und P√ľnktlichkeit aus dem Jahre 2015 angeht. Aber neues Jahr, neues Gl√ľck und in 2016 gab es bisher wenig Grund zur Klage.

Heute allerdings hat die Bahn wieder einmal gezeigt, dass man immer noch ein Kandidat f√ľr “fix the basics” ist. Was war passiert ? Nun, nichts Au√üergew√∂hnliches und genau das macht es so schlimm. Eine Rollstuhlfahrerin inklusive 2 Begleitpersonen wollte den ICE 729 besteigen und hatte f√ľr ihre Reise entsprechende Sitzpl√§tze in Wagen 25 reserviert. Dumm nur, dass der Zugbegleiter offensichtlich weder wusste wo sich Wagen 25 noch der speziell f√ľr RollstuhlfahrerInnen konzipierte Bereich befindet. Also wurde die Dame mit Hilfe der recht rustikalen Einstiegsrampe in den Gang zwischen Wagen 23 und 22 bef√∂rdert, wo sie auch den Rest der Reise verbringen sollte. √úbrigens sollten auch ihre 2 Begleitpersonen stehen (bleiben). Bereits zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir – what the fuck – der Zug f√§hrt bis 300km/h und schaukelt dabei recht ordentlich, das kann der Zugbegleiter nicht ernst meinen. Gl√ľcklicherweise st√ľrmte genau in diesem Moment seine wesentlich j√ľngere Kollegin herbei und erkl√§re mit schlichten aber eindringlichen Worten, dass die Rollstuhlfahrerin an ihrem jetzigen Aufenthaltsort nicht bleiben kann. Welch Wunder ! Also wurde erneut die rustikale Rampe organisiert, die Rollstuhlfahrerin aus dem Waggon bugsiert, zu ihrem eigentlich Waggon gebracht und dort – nat√ľrlich wieder mit der rustikalen Rampe – in den Zug bef√∂rdert. Und schwups hatte der ICE 10 Minuten Versp√§tung (Unf√§higkeit wird bei der Bahn √ľbrigens mit “Versp√§tung eines vorausfahrenden Zuges” √ľbersetzt – siehe Bild).

Vielleicht gehts nur mir so, aber an Stelle der Rollstuhlfahrerin wäre ich mir ganz schön verarscht vorgekommen.