{"id":1213,"date":"2012-03-08T00:11:37","date_gmt":"2012-03-07T23:11:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hyperpac.de\/?p=1213"},"modified":"2013-11-20T12:19:58","modified_gmt":"2013-11-20T11:19:58","slug":"smart-electric-drive-ein-fahrbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hyperpac.de\/?p=1213","title":{"rendered":"Smart electric drive &#8211; ein Fahrbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1214\" style=\"margin: 2px;\" title=\"esmart\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/esmart-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/esmart-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/esmart.jpg 384w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p><em>(only in german &#8211; sorry)<\/em><\/p>\n<p>Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit einen Smart electric drive zu fahren. Meine bisher erste, rein elektrische Fahrerfahrung (von einem Gabelstapler und ein paar elektrischen Hubwagen mal abgesehen). Und genau an das erinnert mich der Smart electric drive &#8211; an einen elektrischen Hubwagen.<\/p>\n<p>Beginnen wir doch aber von vorn. Bevor ich losfahren konnte, musste ich das kleine gr\u00fcne Gef\u00e4hrt von seiner Steckdose trennen. Das war ein Kinderspiel und buchst\u00e4blich nicht komplizierter als einen Stecker aus der Steckdose zu ziehen &#8211; auch wenn es sich in diesem Falle um einen Kraftstecker und Dose handelte. Die Steckdose im Smart wird mit einer Art Gummideckel verschlossen und der Tankdeckel zugeklappt.<\/p>\n<p>Schl\u00fcssel ins Z\u00fcndschloss, drehen und es passiert&#8230;nichts ! Stimmt nicht ganz, denn im Display am unteren Ende des Tachos baut sich ein Ladebalken auf und die 2 Rundinstrumente, eins f\u00fcr den Ladezustand der Batterie und das Andere f\u00fcr die aktuelle Entladung oder Rekuperation der Batterie, bewegen ihre Zeiger. Doch das wars dann auch schon. Kein Motorenger\u00e4usch, kein Z\u00fcndungsprozess. Daf\u00fcr k\u00f6nnen alle anderen erdenklichen elektrischen Verbraucher sofort in Betrieb genommen werden (Radio, Licht, etc.). So auch die Heizung, die mich dann gleich \u00fcberraschte. Es war drau\u00dfen angenehm kalt (so um die 5 &#8211; 6 Grad) und trotzdem str\u00f6mte mir (22 Grad eingestellt, L\u00fcfter Stufe 1) unmittelbar warme Luft entgegen. Elektroheizung eben.<\/p>\n<p>Immer noch nicht ganz \u00fcberzeugt davon, dass sich der Smart tats\u00e4chlich in Bewegung setzen w\u00fcrde, sobald ich meinen Fu\u00df aufs Gas stelle, brachte ich den Automatikhebel in Position &#8220;D&#8221;(rive), l\u00f6ste die (manuelle) Handbremse und los ging es. Und wie es los ging !<\/p>\n<p>Lautlos, mit der Ger\u00e4uschkulisse des oben angesprochenen elektrischen Hubwagens. Irgendwo zwischen Raumschiff und Hubwagen. Bis 50km\/h gab es dann tats\u00e4chlich auch etwas, was ich als Fahrspa\u00df bezeichnen w\u00fcrde. Denn der kleine e-Smart machte keinen Hehl aus den Vorteilen eines Elektromotors. Volle Leistung, egal welche Umdrehung. Bei diversen Ampelrennen gegen jegliche Art von Konkurrenz fuhr ich immer mit einem dicken Grinsen davon. Und ich spreche hier nicht von 1 &#8211; 2 Meter Vorsprung, sondern locker von 4 &#8211; 5 Wagenl\u00e4ngen (bezogen auf Smart Ma\u00dfe). Das war Fahrspa\u00df pur.<\/p>\n<p>Nur leider endete dieser abrupt mit dem Erreichen der 50 km\/h. Die Zeit bis die Tachonadel die 70 km\/h passierte w\u00fcrde ich als lang, aber noch ertr\u00e4glich beschreiben (nat\u00fcrlich nur, wenn man seine eigenen 140+ PS Turbodiesel Ma\u00dfst\u00e4be gleich zu Hause l\u00e4sst). Die Zeit jedoch, die ab 70 km\/h bis 100 km\/h (schneller hab ich die kleine Kiste auch mit guten Willen nicht bekommen) verging, war eine glatte Ewigkeit. Mehr als das. Diese Zeitspanne verdeutlichte so klar wie nichts anderes, wo die Grenzen des Smart electric drive liegen. Es ist ein Stadtauto, mit dem man sich in gro\u00dfen St\u00e4dten von Ampel zu Ampel bewegt. Und nichts anderes. Selbst der kleine Ausflug auf die 100 km\/h begrenzte Stadtautobahn war zuviel f\u00fcr den Kleinen. Denn wann immer ich eine kleine Beschleunigungsreserve brauchte (bspw. zum Einf\u00e4deln), so war da einfach nichts vorhanden. Schade.<\/p>\n<p>Erinnert ihr euch noch an das Rundinstrument, dass die Entladung bzw. Rekuperation der Batterie anzeigt ? Ich bin mir sicher, dass Smart den Fahrer \/ die Fahrerin damit subtil zu einer \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Fahrweise bringe wollte. Das hat aus meiner Sicht mehrere Gr\u00fcnde. Zum einen ist das Instrument so angebracht, dass man praktisch immer mehr oder weniger drauf schauen muss (vorausgesetzt man schaut beim Fahren nach vorn). Zum anderen ist sehr deutlich erkennbar, wann die Batterie gerade kr\u00e4ftig Saft lassen muss (starker Ausschlag nach rechts in den Minusbereich) und wann die Batterie kr\u00e4ftig geladen wird (starker Ausschlag nach links in den Plusbereich). Sparf\u00fcchse werden ziemlich schnell versuchen, den Zeiger so wenig wie m\u00f6glich nach rechts, aber so oft wie m\u00f6glich nach links ausschlagen zu lassen. Auf mich traf das nicht zu. Denn erinnern wir uns &#8211; wo war gleich der Fahrspa\u00df ? Richtig, bis 50 km\/h. Und so kam es, dass ich regelm\u00e4\u00dfig &#8220;pedal to the metal&#8221; fuhr, am liebsten nach einer Rotphase. Der Zeiger krachte jedesmal heftig nach rechts und es war mir egal. Denn genau so machte der Smart eletric drive Spa\u00df &#8211; als kleine Ampelrakete.<\/p>\n<p>Ach ja, 3 Dinge muss ich noch ansprechen. Erstens hat man sowohl als Fahrer, als auch als Beifahrer verdammt viel Platz. Gro\u00dfe T\u00fcren, leichtes Einsteigen, herrlich. Zweitens &#8211; der Kofferraum ist angenehm gro\u00df. Ein Ikea Sofa passt nicht rein, wohl aber 3 K\u00e4sten <span style=\"color: #000000;\"><del>Bier<\/del><\/span> Getr\u00e4nk eurer Wahl. Drittens &#8211; Gott ist die Kiste unkomfortabel !!! Ich dachte immer, der Roadster h\u00e4tte ein straffes Fahrwerk bei dem jemand die Federn vergessen hat. Doch im Vergleich zum e-Smart ist das sanftes Gleiten.<\/p>\n<p>Fazit:<\/p>\n<p>W\u00fcrde ich in einer (sehr) gro\u00dfen Stadt wohnen und m\u00fcsste ich dort st\u00e4ndig von A nach B und h\u00e4tte ich einen festen Parkplatz mit Kraftanschluss zum Aufladen, so k\u00f6nnte ich mir gut vorstellen, einen Smart eletric drive zu meinem Begleiter zu machen. Doch f\u00fcr alles was dar\u00fcber hinaus geht, ist der e-Smart meiner Meinung nach keine ernstzunehmende Alternative.<\/p>\n<p>P.S.: die Reichweite<\/p>\n<p>Dazu kann ich leider keine konkreten Angaben machen, da ich nicht die Gelegenheit hatte ihn &#8220;leer&#8221; zu fahren. Nach meinen knapp 40km Innenstadt inkl. ca. 8km Stadtautobahn zeigte die Batterieladung ca. 79%. Mindestens 8 &#8211; 10% dieser Ladung gingen aber auf den besagten 8km Stadtautobahn drauf. Was sicherlich auch am Versuch lag, die Kiste auf 100+ km\/h zu bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(only in german &#8211; sorry) Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit einen Smart electric drive zu fahren. Meine bisher erste, rein elektrische Fahrerfahrung (von einem Gabelstapler und ein paar elektrischen Hubwagen mal abgesehen). Und genau an das erinnert mich der Smart electric drive &#8211; an einen elektrischen Hubwagen. Beginnen wir doch aber von vorn. 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