{"id":1820,"date":"2013-11-20T03:22:09","date_gmt":"2013-11-20T02:22:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hyperpac.de\/?p=1820"},"modified":"2013-11-20T03:34:03","modified_gmt":"2013-11-20T02:34:03","slug":"citroen-c-zero-ein-elektrischer-fahrbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hyperpac.de\/?p=1820","title":{"rendered":"Citroen C-Zero &#8211; ein elektrischer Fahrbericht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/c01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1821\" style=\"margin: 2px;\" alt=\"c01\" src=\"https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/c01-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/c01-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/c01-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><em>(only in german &#8211; sorry)<\/em><\/p>\n<p>Elektroauto Nr. 2 &#8211; das war der Citroen C-Zero f\u00fcr mich. Meine ersten praktischen Erfahrungen in einem zero-emission-vehicle machte ich in einem <a href=\"http:\/\/www.hyperpac.de\/?p=1213\">e-Smart (Fahrbericht hier)<\/a> vor \u00fcber einem Jahr. Genau genommen sind aber sowohl der e-Smart als auch der Citroen Zero nur lokal emissionsfrei, denn die Energie mit der sie geladen werden, muss schliesslich irgendwo und irgendwie produziert werden. Genug der Vorrede, schauen wir mal wie sich der kleine Citroen schl\u00e4gt.<\/p>\n<p>Von au\u00dfen betrachtet sieht der Citroen aus wie ein sehr schmaler, aber recht hoher Kleinwagen. Die Form hat mich sofort an asiatische Autos erinnert. Der Blick in den Kofferraum offenbart Platz f\u00fcr ca. 2 Bierk\u00e4sten und noch ein bisschen Kram obendrauf. Nicht gro\u00df, aber f\u00fcr die Gr\u00f6\u00dfe des Fahrzeugs okay. Sollte man mehr Stauraum ben\u00f6tigen, kann man sich einfach der R\u00fcckbank bedienen, die sich dank der 4 T\u00fcren schnell beladen l\u00e4sst. Ob ich dort allerdings sitzen m\u00f6chte &#8211; hinter mir als Fahrer jedenfalls nicht. Auf dem Fahrersitz angekommen, merke ich zum ersten Mal wie klein der Innenraum wirklich ist. Man sollte seinen Beifahrer schon m\u00f6gen, denn weit weg ist er \/ sie nicht. Die erste echte Entt\u00e4uschung l\u00e4sst dann nicht lange auf sich warten. Der Fahrersitz l\u00e4sst sich nicht weit genug nach hinten schieben. Und das bei meinen mickrigen 1,80m. Daraus folgt, dass ich problemlos mit den Knien lenken k\u00f6nnte. Will ich aber nicht. Wenigstens l\u00e4sst sich die Lehne deutlich hinter die B-S\u00e4ule bringen, was den Sitzkomfort wenigstens ein bisschen rettet. N\u00e4chtes Problem &#8211; der Gurt. Ich muss mich schon deutlich verrenken, um ihn in seine Verriegelung zu bringen. Fazit: ich bin zu dick f\u00fcr dieses Auto. Danach wurde es besser.<\/p>\n<p>Schl\u00fcssel ins Z\u00fcndschloss (ja sowas gibt es), drehen und es passiert &#8211; nichts. Das entsprach allerdings meiner Erwartung. Im Display begr\u00fc\u00dfte mich in freundlichem Gr\u00fcn das Wort &#8220;Ready&#8221; und die Ladeanzeige stand bei &#8220;F&#8221; wie &#8220;Full&#8221;. Also fix den Ganghebel im extrem hakeligen Automatikgetriebe auf Reverse, lautlos raus aus der Parkl\u00fccke und mittels &#8220;D&#8221; wie &#8220;Drive&#8221; der City entgegen. Schon auf den ersten Metern f\u00e4llt auf, dass der C-Zero sehr wendig und zackig ist. Leider hat er nicht die unglaubliche Beschleunigung, wie ich sie im e-Smart beobachten konnte. Dr\u00fcckt man das Gas beim Ampelrennen voll durch, so geht es durchaus flott vorw\u00e4rts. Aber eben nicht radikal. Ein engagierter Rentner im Renault Megane konnte mich sogar auf den ersten 100m abh\u00e4ngen. Schade. Doch das Ganze hat seinen Grund. War alles \u00fcber 50 &#8211; 60 km\/h im e-Smart eine reinste Qual, so souver\u00e4n meistert der C-Zero den Sprint auf h\u00f6here Geschwindigkeiten. Genauer gesagt, tat er das bis zu offensichtlich elektronisch begrenzten 136 Stundenkilometer. Okay, dann gings bergab und schon standen 142 km\/h auf der Uhr aber wie jeder wei\u00df &#8211; auf jedes Tal folgt ein Berg. Diesen meisterte er anst\u00e4ndig im 120er Bereich. Nett. Dieser kurze Ausflug \u00fcbers Autobahndreieck von M\u00f6belhaus A zu M\u00f6belhaus B hatte jedoch einen bitteren Nebeneffekt. Die Ladestandsanzeige war pl\u00f6tzlich nur noch halbvoll. Nach 20, zugegebenerma\u00dfen nicht sehr sparsam gefahrenen, Kilometern. Ups. In den weiteren 12km City + Landstra\u00dfe blieb es dann aber dabei.<\/p>\n<p>Ach ja die City. Dort hat mir der C-Zero wirklich gut gefallen. Genauer gesagt sogar sehr gut. Seine Fahrleistungen sind mehr als ausreichend um jederzeit allen Verkehrssituationen gewachsen zu sein. Dort ist er das kleine, nette Elektroauto welches einen von A nach B bringt. Ohne Murren und Knurren. Kleine Parkl\u00fccken ? Kein Thema. Schmale Stra\u00dfen ? Kein Thema. Schlechte stra\u00dfen ? Aber sowas von ein Thema. Genau wie der e-Smart ist der C-Zero kn\u00fcppelhart gefedert. Streng genommen habe ich mich mehrmals gefragt, ob das Ding \u00fcberhaupt ein Fahrwerk hat. Schlagl\u00f6cher werden 1 zu 1 an die Insassen weitergegeben. Seine Dritten muss man wirklich gut festhalten. Auch jede andere erdenkliche Unebenheit wird gef\u00fchlsecht \u00fcbertragen. Menschen die in einer Stadt mit vielen schlechten Stra\u00dfen leben, k\u00f6nnte das tats\u00e4chlich abschrecken. Doch sind wir ehrlich &#8211; wer f\u00e4hrt (und ich rede hier von Fahren im w\u00f6rtlichen Sinne und nicht vom Rush-Hour Stau) damit l\u00e4nger als 30 Minuten am St\u00fcck ? Und das kann man schon aushalten. Ich zumindestens. Ursache f\u00fcr die ruppige Art d\u00fcrfte (denn ich wei\u00df es ehrlich gesagt nicht genau und bin gerade zu faul zum Suchen) wohl die Tatsache sein, dass Citroen die Batterien in den Unterboden verbaut hat (was wiederum auch die H\u00f6he des Fahrzeugs erkl\u00e4ren w\u00fcrde). Dementsprechend hat der C-Zero einen niedrigen Schwerpunkt und das ist (fast) immer gleichbedeutend mit einer guten Stra\u00dfenlage. Dies habe ich bei einer von Gr\u00fcn auf Gelb wechselnden Ampel bei gleichzeitigem Abbiegevorgang gleich mal ausprobiert. Ergebnis &#8211; quietschende Reifen, leichtes Wanken. Das wars. Ehrlich gesagt hatte ich mich seelisch und moralisch schon auf ein ausbrechendes Heck und Geschrei vom Beifahrersitz vorbereitet. Doch dazu kam es nicht. Nett. Die aber offenbar im Stillen stattfindenen Schwei\u00dfausbr\u00fcche lie\u00dfen die Scheiben beschlagen, so dass ich mich zum ersten Mal mit der Heizung \/ L\u00fcftung konfrontiert sah. Und da war sie endlich. Die kleine franz\u00f6sische Designnote, mit der Citroens Ingenieure deutsche Autofahrer verwirren seit 1886. Mit Funktionalit\u00e4t hatte das n\u00e4mlich nichts zu tun. Der obere der 3 Drehregler machte insofern noch Sinn, dass man von links nach rechts die Temperatur von kalt bis warm regeln konnte. Der Mittlere regelte das Gebl\u00e4se. Jedoch nicht in 1, 2 oder 5 Stufen, sondern in ca. 20. Warum und wozu ? Ich habe keine Ahnung. Dann der letzte Drehregler, verantwortlich f\u00fcr das Ziel der L\u00fcftung (scheibe, F\u00fc\u00dfe, etc.). Dieser befand sich soweit unten, dass ich ihn leichter mit dem Fu\u00df als mit der Hand h\u00e4tte bedienen k\u00f6nnen. Dementsprechend konnte ich die H\u00e4lfte der Symbole nicht lesen und musste mich schon sehr anstrengen, um das gew\u00fcnschte Ergebnis zu erzielen ohne dabei einen Unfall zu bauen. Nicht gut. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die an sich nicht so dumme R\u00fcckspiegel \/ Navi Kombination. Leider sorgt das in die rechte Seite des R\u00fcckspiegels eingebaute Navigationssystem daf\u00fcr, dass der \u00fcbrig gebliebene Bereich f\u00fcr den R\u00fcckspiegel ziemlich klein ist. Und irgendwie auch seltsam dunkel. Vielleicht war er abgeblendet (konnte ich nicht rausfinden). Und &#8211; das Navi lenkt vom Verkehr ab. Erheblich. Zun\u00e4chst erschien es mir logisch &#8211; denn in den R\u00fcckspiegel schaue ich (im Vergleich zu sehr vielen anderen Verkehrsteilnehmern) recht h\u00e4ufig. Ben\u00f6tigt man daf\u00fcr aber nur Sekunden, so reicht das nicht um auf dem Navi etwas zu erkennen. Die logische Folge &#8211; man schaut l\u00e4nger hin und nicht nach vorne. Die Bedienung habe ich der Person auf dem Beifahrersitz \u00fcberlassen (jaja Vorbild und so), doch leider war das auch keine gute Idee. Denn w\u00e4hrende diese die Zieleingabe vornimmt, sieht man im Spiegel auf der Beifahrerseite nix mehr. Zudem hat man st\u00e4ndig Arme neben sich in Kopfh\u00f6he rumfuchteln. Ich denke ein klassiches Frontscheibennavi ist die bessere Wahl.<\/p>\n<p>Fazit: Es gibt vieles am C-Zero was mir nicht gefiel. Die selben Dinge gefallen mir aber auch an einem Renault clio oder einem Citroen C1 nicht. Die Fahrleistungen stimmen. Und genau das macht den C-Zero so gut. Er ist kein elektrischer Gabelstapler f\u00fcr die Stra\u00dfe, sondern ein vollwertiges Auto. Daher w\u00fcrde ich ihn wieder fahren. Gerne sogar. Ob das jetzt die Umwelt schont und alle unsere Probleme in Bezug auf Mobilit\u00e4t l\u00f6st ist eine andere Diskussion.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Nachtrag:<\/span><\/p>\n<p>Ach da war ja noch etwas. Irgendsoein Depp hatte seinen Benzin-Toyota auf meinem reservierten Parkplatz mit Steckdose geparkt. Zum Gl\u00fcck das Problem der Car-Sharing Firma und nicht meins. Allerdings f\u00fchrte dieser &#8220;Vorfall&#8221; zu einem lustigen Telefongespr\u00e4ch mit der Hotline besagter Firma. Kurz den Sachverhalt geschildert und schon fragte die Dame am anderen Ende der Leitung. &#8220;Na wie voll isser denn noch ?&#8221; &#8220;Halb voll.&#8221; war meine Antwort. Daraufhin sie: &#8220;Na was hei\u00dft denn halb voll, 80% oder 60% ?&#8221;. Ich dachte f\u00fcr einen kurzen Augenblick sie will mich verarschen, aber dann kam die Erleuchtung. Ich: &#8220;Na halb voll sind 50%.&#8221; Sie: &#8220;Aber sie sind doch nur 32km gefahren.&#8221;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/c02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-1825\" style=\"margin: 2px;\" alt=\"c02\" src=\"https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/c02-225x300.jpg\" width=\"135\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/c02-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/c02-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 135px) 100vw, 135px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/c03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-1826\" style=\"margin: 2px;\" alt=\"c03\" src=\"https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/c03-300x225.jpg\" width=\"240\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/c03-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/c03-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(only in german &#8211; sorry) Elektroauto Nr. 2 &#8211; das war der Citroen C-Zero f\u00fcr mich. 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