{"id":2309,"date":"2018-04-09T07:53:18","date_gmt":"2018-04-09T05:53:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hyperpac.de\/?p=2309"},"modified":"2018-04-18T18:18:17","modified_gmt":"2018-04-18T16:18:17","slug":"e-roller-sharing-in-dusseldorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hyperpac.de\/?p=2309","title":{"rendered":"e-Roller Sharing in D\u00fcsseldorf"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"http:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/IMG_8263.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2311\" src=\"http:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/IMG_8263-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/IMG_8263-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/IMG_8263-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/IMG_8263.jpg 1512w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>(only in german &#8211; sorry)<\/em><\/p>\n<p><u>Update &#8211; toter Eddy und hohes Gewicht:<\/u><\/p>\n<p>Gestern hatte ich gleich 2 Probleme, allerdings mit unterschiedlichen Eddys. Roller Nr. 1 hatte ich \u00fcber die App reserviert und die Helmbox lies sich zu Mietbeginn problemlos \u00f6ffnen. Leider konnte ich den Eddy nicht starten. Er war schlicht und einfach komplett tot. Keine Anzeige im Display, kein Starten und nat\u00fcrlich kein Fahren. Leider konnte mir die Hotline ebenfalls nicht weiterhelfen, so dass mir nichts anderes \u00fcbrig blieb, als zum n\u00e4chsten Eddy zu gehen. Ich hoffe, dass ich eine Gutschrift f\u00fcr die Mietzeit erhalte. Denn mit Rumprobieren und Hotline anrufen sind dann doch gute 15 Minuten vergangen.<\/p>\n<p>Roller Nr. 2 hatte ein ganz anderes Problem. Ich musste wirklich alle meine Kraft aufbieten, um ihn vom St\u00e4nder herunterzubekommen. Mir ist bereits einige Male aufgefallen, dass die Eddys ein wirklich hohes Gewicht (laut Datenblatt 85kg, scheinen mir pers\u00f6nlich aber deutlich schwerer) haben und ich kann mir gut vorstellen, dass so manch einer oder eine Probleme haben d\u00fcrfte, den Eddy in Startposition zu bringen. Bei diesem ganz speziellen Eddy wiederum schien sich der St\u00e4nder verkantet zu haben. In diesem Bereich w\u00e4re eine konstruktionstechnische Verbesserung auf jeden Fall hilfreich.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Seit einiger Zeit sind mir im Zentrum von D\u00fcsseldorf diesen kleinen gr\u00fcn-schwarzen Roller mit der Aufschrift &#8220;eddy-sharing.de&#8221; aufgefallen. Als Freund von innovativen Mobilit\u00e4tskonzepten musste ich nat\u00fcrlich sofort austesten, was sich dahinter verbirgt.<\/p>\n<p>Wenig \u00fcberraschend handelt es sich dabei um ein Sharing-Konzept, nur diesmal eben nicht Car-Sharing sondern Roller-Sharing und zwar in Form von Elektrorollern der spanischen Firma Torrot. Bevor ich jedoch meine erste elektrische Rollerfahrt antreten konnte, musste ich mich zun\u00e4chst registrieren. Das geht entweder per Website auf eddy-sharing.de oder per iOS oder Android App. F\u00fcr die Registrierung selbst ben\u00f6tigte ich meinen F\u00fchrerschein (ein &#8220;normaler&#8221; PKW F\u00fchrerschein) und eine Zahlungsmethode &#8211; wahlweise Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift. Wie von Car-Sharing Konzepten bekannt, muss auch bei eddy-sharing der F\u00fchrerschein verifiziert werden. Das geht \u00fcber die App sehr komfortabel und zwar in Form eines Bildes sowie eines kurzen Videos, was man von sich selbst und dem F\u00fchrerschein aufnimmt. Das geht dann direkt an eddy-sharing, wird von einer Person verifiziert und danach kann es losgehen. Wem dieses Verfahren zu bedenklich in Sachen Datenschutz ist, hat zus\u00e4tzlich die M\u00f6glichkeit, pers\u00f6nlich im eddy-sharing Servicecenter vorstellig zu werden. Die Registrierung kostet einmalig 10,- EUR, die allerdings sofort &#8211; zu mindestens aktuell &#8211; in ein Minutenguthaben umgewandelt werden.<\/p>\n<p>Laut der Website von eddy-sharing sollten das 50 Minuten sein &#8211; in meinem Falle waren es 100 Minuten. Ansonsten kostet jede Fahrminute mit einem eddy 0,19 EUR, jede Parkminute 0,05 EUR (falls man fix etwas einkaufen will und der Eddy solange parkt) und es gibt eine Kostenbremse in H\u00f6he von 24 EUR pro Tag. Ob die Kostenbremse auch bedeutet, dass man den Eddy wirklich einen ganzen Tag nutzen k\u00f6nnte, habe ich allerdings nicht getestet.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt scheint es mir so, als h\u00e4tte das Preismodell aktuell noch leichte Inkonsistenzen. So wurde mir am Ende meiner ersten Fahrt in der App angezeigt, dass eddy-sharing automatisch den f\u00fcr mich g\u00fcnstigsten Preis gew\u00e4hlt h\u00e4tte und zwar den Minutenpreis. Es gibt also offensichtlich auch einen Preis pro Kilometer. Grunds\u00e4tzlich ist das nicht ungew\u00f6hnlich f\u00fcr Sharing-Konzepte. Nur w\u00fcrde ich dann schon gerne wissen, was wann wie zur Abrechnung kommt. Wie sich nach einer kurzen Recherche herausstellt, gab es wohl urspr\u00fcnglich 2 Preismodelle. Ein Kilometermodell und ein Minutenmodell. Das Kilometermodell scheint &#8211; wenn ich der eddy-sharing Website Glauben schenken darf, allerdings zum 04.05.2018 abzulaufen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/IMG_8262.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2312\" src=\"http:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/IMG_8262-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/IMG_8262-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/IMG_8262-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.hyperpac.de\/wp-content\/uploads\/IMG_8262.jpg 1512w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Jetzt kommen wir aber endlich zum wichtigsten Teil, n\u00e4mlich dem Fahren. Ein Eddy ist schnell gefunden, im D\u00fcsseldorfer Stadtteil Pempelfort aktuell sogar so schnell, dass ich nicht mal die App \u00f6ffnen m\u00fcsste. Muss ich aber trotzdem, sonst kann die Miete bzw. Fahrt nicht beginnen. Gesagt, getan und schon \u00f6ffnet sich die Verriegelung der Helmbox mit einem deutlich h\u00f6rbaren Klack und gibt den Blick auf einen der beiden darin befindlichen Helme frei. Helm aufgesetzt, den Eddy mit doch recht hohem Kraftaufwand vom St\u00e4nder gewuchtet, mit einem kleinen Schalter eingeschaltet und schon gehts los. Das der Roller elektrisch ist, f\u00e4llt sofort daran auf, dass er keinerlei Ger\u00e4usch von sich gibt. Erst bei starker Beschleunigung gibt es das bei Elektromotoren bekannte Surren, eine Mischung aus Gabelstabler und Raumschiff. Apropos starke Beschleunigung &#8211; diese hat der Roller tats\u00e4chlich, so dass kleine Ampelrennen durchaus m\u00f6glich sind. Allerdings hat diese Beschleunigung ein j\u00e4hes Ende und zwar bei 50km\/h. Das d\u00fcrfte daran liegen, dass der Roller unter die Kategorie L1e f\u00e4llt und somit eigentlich schon bei 45km\/h abgeriegelt werden sollte. Dank der F\u00fchrerscheinregelungen f\u00fcr Roller ein n\u00f6tiger Kompromi\u00df. Doch trotz dieser Beschr\u00e4nkung macht das Fahren mit dem Eddy gro\u00dfen Spa\u00df, denn der kleine e-Roller ist sehr dynamisch, wendig und spritzig. Dennoch kann es passieren, dass man dank der 50 bzw. 45km\/h Beschr\u00e4nkung zu einem kleinen Verkehrshindernis wird. Die Stadtautobahn oder Schnellstra\u00dfe sollte man tunlichst meiden.<\/p>\n<p>Stattdessen habe ich etwas getan, was ich nicht tun sollte, wozu der elektrische Eddy aber verleitet. N\u00e4mlich wild abzuk\u00fcrzen, \u00fcberall dort lang zu fahren wo ich nicht darf, ja sogar ein Park und ein Fahrradweg waren nicht vor mir sicher. Das liegt haupts\u00e4chlich daran, dass Eddy so leise ist und man schlicht und einfach kein Aufsehen erregt. Auf dem Fahrradweg war ich eben einfach ein schnelleres Fahrrad. Und im Park, naja \u00e4hmmm, es hat einfach Spa\u00df gemacht und war eine gro\u00dfartige Abk\u00fcrzung.<\/p>\n<p>2 Dinge gibt es allerdings, die mir am elektrischen Eddy nicht so gut gefallen haben. Das Schlimmste davon sind die Bremsen. Obwohl sie es nicht sind, funktionieren diese recht digital. Bremsen, oder eben nicht bremsen. So etwas wie Gef\u00fchl oder die M\u00f6glichkeit einer sanften Dosierung der Bremskraft gibt es nicht bzw. nur sehr sehr bedingt. Zudem hatte ich &#8211; als eher seltener Rollerfahrer &#8211; einige Probleme herauszufinden, was jetzt eigentlich Vorder- und was Hinterbremse ist. Der erfahrene Mopedfahrer wird mich jetzt sicherlich auslachen &#8211; vollkommen zu Recht &#8211; allerdings h\u00e4tte ich einen Aufkleber in der N\u00e4he des jeweiligen Hebels ganz praktisch gefunden. Fairerweise muss erw\u00e4hnt werden, dass auf der Website erkl\u00e4rt ist, welcher Hebel f\u00fcr welche Bremse ist.<\/p>\n<p>Die 2. Sache die mir nicht gefallen hat, sind die Spiegel. Denn f\u00fcr jemanden mit meiner K\u00f6rperstatur sind diese schlicht und einfach zu klein bzw. zu weit innen angebracht. Mir ist es nicht gelungen, diese so einzustellen, dass ich tats\u00e4chlich hinter mir etwas sehen konnte au\u00dfer meine eigene Schulter oder meinen Kopf. D\u00fcnnere Menschen werden das Problem sicherlich nicht haben, aber gerade in der Stadt ist es ohne spiegel schon ein bisschen bl\u00f6d. Weitere negative Dinge sind mir nicht aufgefallen, bis auf den oben bereits angesprochenen hohen Kraftaufwand, um den Eddy vom St\u00e4nder zu bekommen. Ursache daf\u00fcr ist das hohe Gewicht des Eddy, was wiederum zum Teil durch die Batterie(n) bedingt ist. Die hier verwendete City Version des Torrot Muvi wurde mit zwei Batterien ausgestattet, was eine Reichweite von ca. 85km erm\u00f6glicht. F\u00fcr ein Roller-Sharing sollte das ausreichen, wenn gleich ich auch schon 2-3 Eddys in der App gesehen habe, bei denen der Akkuladestand gegen Mittag nur noch um die 20% betrug.<\/p>\n<p>Kleine Erg\u00e4nzung zur Ausstattung des Eddy &#8211; es gibt eine wirklich unglaublich praktische und sichere Smartphonehalterung am Lenker, so dass ich mich sogar ein wenig von Google Maps durch D\u00fcsseldorf leiten lassen konnte.<\/p>\n<p>So hat mich also die erste Fahrt mit einem e-Roller durchaus begeistert. So sehr, dass ich begann mich zu fragen, was denn so ein e-Roller eigentlich kostet. Die Auswahl ist inzwischen erstaunlich gro\u00df und das Angebot einigerma\u00dfen un\u00fcberschaubar, da es diverse Faktoren zu beachten gibt (Reichweite, F\u00fchrerscheinklasse, Platz f\u00fcr Gep\u00e4ck, Gr\u00f6\u00dfe des Rollers an sich, Leistung, usw.). Also beschr\u00e4nkte ich meine Suche auf die Roller von Torrot, da ich den Muvi City jetzt bereits kannte. Ich darf an dieser Stelle sagen, dass ich einigerma\u00dfen geschockt war. F\u00fcr die 45km\/h Version sind rund 4.800 EUR f\u00e4llig, bei der Muvi Executive Variante mit 60km\/h sind es sogar knapp 5.000 EUR. Bei der Konkurrenz gibt es das billiger &#8211; nun &#8211; ja und nein. Es gibt deutlich g\u00fcnstigere e-Roller, aber es gibt auch noch deutlich teurere, z.B. die e-Schwalbe (www.MySchwalbe.com).<\/p>\n<p>Gespannt sein darf man in diesem Zusammenhang auf AppScooter &#8211; https:\/\/boltmobility.com\/appscooter &#8211; quasi der Tesla unter den Elektrorollern, wenn er denn dann irgendwann in 2018 auf den Markt kommt. Bis dahin fahre ich weiter Eddy!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(only in german &#8211; sorry) Update &#8211; toter Eddy und hohes Gewicht: Gestern hatte ich gleich 2 Probleme, allerdings mit unterschiedlichen Eddys. Roller Nr. 1 hatte ich \u00fcber die App reserviert und die Helmbox lies sich zu Mietbeginn problemlos \u00f6ffnen. 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