2016 Spielberg F1 Review – Who¬īs to blame for the Mercedes crash ?

Well the answer to this question is quite simple:

On track – it¬īs Lewis Hamilton. Because there are some simple unwritten rules in motorsport. 1.) Don¬īt take your teammate out. 2.) Don¬īt take the race leader out. 3.) Don¬īt take the championship leader out. So the accident in Spielberg reads like this: Lewis Hamilton took his teammate, who was also the race and championship leader out. End of story.

BUT:

99% of the blame goes out to the Mercedes management (so we have 1% left for Lewis which is pretty fair I think) – in person Toto Wolff (and Niki Lauda too). Why ? Because they failed to make an important decision at a point in the race where everything was still okay. And I can only repeat here what Jackie Stewart advised: “Hold your positions.” That¬īs the call. Nothing else. And you know why ? For the company. For the success of the whole F1 race team. For everbody. Nico would have won the race, Lewis would have come 2nd and the points for the team in the constructors championship would have been maxed. It would have been the best decision to take and it would have been the only one reasonable. But instead they just did nothing.

And that leads me to an important point. A company has a management to take decisions. Important decisions. Unpopular decisions. Hard decisions. That¬īs the only reason management exists. Everything else runs pretty fine without management. And if it fails in doing so then it has to be replaced. As simple as that.

You can¬īt blame your workers for doing something wrong after 50 something laps out on the track at 300km/h always hard on the edge. Lewis and Nico did their absolute best in this race. They did exactly what they are being paid for. Toto¬īs job would have been to max their performance for the best of the company. And he didn¬īt do that.

But in the end the drivers got a “last warning” and might face consequences in case of another accident. Suspension (not the part of the car).

Are you fucking kiding me ? You really want to suspend the 2 guys who did a perfect job ? That¬īs a typicial case of management failure. The old story – better decide nothing, than decide something unpopular. Let the workers sort this out. And if they can¬īt well, we can fire them. Or suspend them.

Unbelieveable…

DTM Spielberg 2015 – “Timo – schieb Ihn raus !”

(only in german – sorry)

Das Sonntagsrennen der DTM Saison 2015 in Spielberg war ein spannendes. Regen, extrem schwierige Verh√§ltnisse und mit¬†Mattias Ekstr√∂m und Garry Paffet zwei hochkar√§tige Piloten an der Spitze, die um den Sieg k√§mpften. Ekstr√∂n konnte das¬†Rennen am Ende klar f√ľr sich entscheiden und Paffet konnte problemlos anerkennen, dass der Schwede an diesem Nachmittag¬†einfach schneller war. Dritter im Bunde war Eduardo Mortara, der trotz Ausflug ins Kiesbett am Ende den dritten Platz¬†sicherte und damit auch absolut zufrieden sein d√ľrfte. Prinzipiell also Friede, Freude, Eierkuchen, doch das betretene
Gesicht von Mathias Ekström auf dem Siegerpodest sprach eine andere Sprache.

Anlass daf√ľr war eine Aktion seines Markenkollegen Timo Scheider im Audi, der in der letzten Runde nicht nur den direkt¬†vor ihmn platzierten Robert Wickens (Mercedes) sondern auch gleich noch den Meisterschaftsf√ľhrenden Pascal Wehrlein,¬†ebenfalls Mercedes, abr√§umte. Und das, nachdem nur Sekundenbruchteile vorher per Boxenfunk an ihn (und die ganze TV-Welt¬†da drau√üen) die “Anweisung” rausgegangen war, “Timo – schieb ihn raus !”.

Wer der Funkende war ist nicht ganz sicher, jedoch spricht einiges f√ľr Audi Sportchef Dr. Wofgang Ulrich, der im TV-Interview mit der ARD direkt nach dem Rennen, das meiner Meinung nach auch schon zugegeben hatte. Liest man dagegen¬†Presseberichte die sp√§ter verfasst wurden, ist eher von einem Dementi seitens Ulrich die Rede. Fakt ist jedoch, dass es¬†nach dem Rennen nur noch ein Gespr√§chsthema gab, der Sieg von Ekstr√∂m durch das Verhalten der eigenen Marke zur¬†Bedeutungslosigkeit abgestempelt wurde und die DTM bzw. der DMSB jetzt einen Skandal zu bew√§ltigen haben, dessen¬†Auswirkungen auf den Sport nur schwer abzusehen sind.

Doch wie konnte es √ľberhaupt zu solch einem Man√∂ver kommen ?

Nun, die Situation auf der Strecke stellte sich wie folgt dar: Wickens lag vor Scheider, dahinter WM-Spitzenreiter¬†Wehrlein. Mercedes l√§sst Wickens absichtlich langsamer fahren und verteidigt gegen Scheider, damit Wehrlein aufschliessen¬†und im Idealfall an beiden vorbei ziehen kann, um sich somit ein paar P√ľnktchen mehr f√ľr die WM zu sichern. Der Plan, den¬†Toto Wolff im TV-Interview nach dem Rennen als Strategie bezeichnet, geht auf und Wehrlein presst sich mit tatkr√§ftiger¬†Unterst√ľtzung an beiden vorbei. Scheider verh√§lt sich fair und vermeidet zu diesem Zeitpunkt einen Unfall, um kurz darauf¬†beim Anbremsen Wickens anzuschieben, der wiederum nichts anderes machen kann, als den direkt vor ihm fahrenden Wehrlein¬†ebenfalls anzuschieben. Beide Mercedes landen im Kiesbett, das Rennen ist gelaufen und Scheider f√§hrt weiter.

Und jetzt wird es kompliziert.

Denn w√§hrend bei einigen ein gewisser Schockzustand bzgl. des Funkspruches und dem darauf folgenden Abschuss herrschte,¬†forderte ein gewohnt beherrschter Toto Wolff, dass “der Funkende” nie wieder an einer Rennstrecke stehen sollte. Aus¬†meiner Sicht macht er es sich damit allerdings etwas einfach. Denn mit ihrer Sandwichstrategie gegen Scheider hat Mercedes
eine Reaktion provoziert. Audi, aber insbesondere Scheider selbst, waren einfach nur zu bl√∂d, angemessen zu agieren. In¬†der WTCC, die von zahlreichen DTM Akteuren, u.a. auch von Dr. Wolfgang Ulrich, immer wieder bel√§chtet wird, w√§re das¬†Problem ganz anders gel√∂st wurden. Scheider h√§tte sich auf der Strecke derart “breit” gemacht und seine Position knallhart¬†verteidigt, so dass bei besagtem √úberholman√∂ver von Wehrlein wahrscheinlich alle 3 abgeflogen w√§ren. Nicht sch√∂n, aber¬†eine wesentlich reinere und ehrlichere Art des Motorsports.

F√ľr die DTM dagegen wird die Aufarbeitung dieses Vorfalls noch ein hartes St√ľck Arbeit. Die Sportkommissare haben schon¬†mal angefangen, indem sie Scheider nach dem Rennen disqualifizierten. Alle weiteren Entscheidungen wurden an das¬†Sportgericht des DMSB delegiert. Und dort kann es f√ľr Audi nochmal richtig dicke kommen. Eine simple Disqualifikation f√ľr¬†Scheider reicht meiner Meinung nach nicht aus, denn letztendlich hat er, nimmt man den Funkspruch dazu, klar im Vorsatz¬†gehandelt. Das ist nicht nur grob unsportlich sondern fahrl√§ssig und daf√ľr muss eine h√§rtere Strafe folgen. Eine Sperre¬†f√ľr mindestens ein weiteres Rennen halte ich f√ľr vorstellbar und nicht unangemessen. Denn zumindestens in der Theorie¬†h√§tte er seinen Kopf benutzen k√∂nnen und dem Funkspruch nicht Folge leisten m√ľssten. In der Hitze des Gefechts d√ľrfte das¬†allerdings leichter gesagt als getan sein. Und damit w√§ren wir auch schon bei Audi. Sollte es dem DMSB nicht gelingen den¬†tats√§chlich “Funkenden” zweifelsfrei zu bestimmen (und somit keine Person bestrafen zu k√∂nnen), bleibt nur eine Strafe f√ľr
Audi als Marke. Und die muss drakonisch ausfallen, allein schon um den Schein der Fairness und Sportlichkeit zu bewahren.

Mercedes wird sicherlich auf eine Bestrafung mit Blick auf die Herstellerwertung dr√§ngen, bzw. kann man das nur hoffen.¬†Denn eine Bestrafung die den sch√§rfsten Konkurrenten um die Fahrerkrone – Mattias Ekstr√∂m – in Mitleidenschaft ziehen¬†w√ľrde, w√§re sportlich unfair und f√ľr das Image der DTM mehr als schlecht. Nicht auszuschliessen ist auch, dass die ganze¬†Sache letztendlich Audi Sportchef Dr. Wolfgang Ulrich den Kopf kosten k√∂nnte, schliesslich wirft der Vorfall ein sehr¬†schlechtes Licht auf die zuletzt so erfolgreiche Marke. Andererseits kann ich wenig Mitleid f√ľr Mercedes empfinden. Wer¬†eine gef√§hrliche Strategie an den Au√üengrenzen des Reglements w√§hlt, muss eben auch mit den Folgen leben k√∂nnen. Toto¬†Wolff wei√ü das. Nicht ohne Grund hat man dem abgeschossenen Pascal Wehrlein nach dem Rennen einen Maulkorb erteilt, so¬†dass es kein TV-Statement von ihm gab. Bei Mercedes wollte man wohl sicherstellen, dass er sich etwas kl√ľger verh√§lt als¬†die Kollegen von Audi. In zeitlich etwas sp√§ter angesiedelten Interviews befindet sich dann Wehrlein vollends auf der¬†Linie Wolff.

Verlierer an diesem verregneten Spielberger Sonntag ist wieder mal der Sport gewesen. Und mittelfristig die DTM als Rennserie. Und BMW. Denn dort war man so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass man denken könnte, es gäbe nur noch 2
Hersteller in der Serie. Keine guten Aussichten f√ľr den Rest der Saison.