2016 Spielberg F1 Review – Who´s to blame for the Mercedes crash ?

Well the answer to this question is quite simple:

On track – it´s Lewis Hamilton. Because there are some simple unwritten rules in motorsport. 1.) Don´t take your teammate out. 2.) Don´t take the race leader out. 3.) Don´t take the championship leader out. So the accident in Spielberg reads like this: Lewis Hamilton took his teammate, who was also the race and championship leader out. End of story.

BUT:

99% of the blame goes out to the Mercedes management (so we have 1% left for Lewis which is pretty fair I think) – in person Toto Wolff (and Niki Lauda too). Why ? Because they failed to make an important decision at a point in the race where everything was still okay. And I can only repeat here what Jackie Stewart advised: “Hold your positions.” That´s the call. Nothing else. And you know why ? For the company. For the success of the whole F1 race team. For everbody. Nico would have won the race, Lewis would have come 2nd and the points for the team in the constructors championship would have been maxed. It would have been the best decision to take and it would have been the only one reasonable. But instead they just did nothing.

And that leads me to an important point. A company has a management to take decisions. Important decisions. Unpopular decisions. Hard decisions. That´s the only reason management exists. Everything else runs pretty fine without management. And if it fails in doing so then it has to be replaced. As simple as that.

You can´t blame your workers for doing something wrong after 50 something laps out on the track at 300km/h always hard on the edge. Lewis and Nico did their absolute best in this race. They did exactly what they are being paid for. Toto´s job would have been to max their performance for the best of the company. And he didn´t do that.

But in the end the drivers got a “last warning” and might face consequences in case of another accident. Suspension (not the part of the car).

Are you fucking kiding me ? You really want to suspend the 2 guys who did a perfect job ? That´s a typicial case of management failure. The old story – better decide nothing, than decide something unpopular. Let the workers sort this out. And if they can´t well, we can fire them. Or suspend them.

Unbelieveable…

Death of an Arcade – Vossens Arcade in Worms, Germany

 

Arcade-Worms-Pano-klein

Source & Copyright: http://tote-pixel.de/images/sigplus/Vossens%20Arcade/Arcade-Worms-Pano-klein.jpg

This post is based on an article from the german blog http://www.tote-pixel.de and is probably one of the saddest thing you´ll ever read if you love videogames. I won´t translate the whole article (Google Translator will give you a more or less readable version) but I´ll try at least to explain what happened there and what you can see in the pictures.

So how to start ? The place shown in the pictures was Vossens Arcade – the by far largest collection of arcade cabinets in Germany. And then things have gone wrong. The cabinets were stored in a rather large warehourse, the rent was raised, the collector couldn’t / didn’t want to pay the raise, the thing was brought to court, someone went bust, someone burgled in, the place was sold in a foreclosure auction and the new owner wanted to bulldoze everything.

But before doing that, the new owner opened up the place to the public so that everybody can take what he or she needs. Fair enough taking in consideration, that the place was already a mess when he became the new owner.

What happened then is hard to describe. Basically it´s a mixture of pure vandalism, commodity theft (metal, copper), lack of knowledge and stupidity. Everybody came and everybody took or destroyed stuff. Some smart guys ripped the metal from the cabinets because they can sell it for around 150 EUR per ton. Somebody should have told them, that they can sell a working cabinet for around 1.000 EUR.

Nice people from the german NGO For-Amusement-Only tried to rescue as much as possible but for most of the cabinets it was already too late…

DTM Spielberg 2015 – “Timo – schieb Ihn raus !”

(only in german – sorry)

Das Sonntagsrennen der DTM Saison 2015 in Spielberg war ein spannendes. Regen, extrem schwierige Verhältnisse und mit Mattias Ekström und Garry Paffet zwei hochkarätige Piloten an der Spitze, die um den Sieg kämpften. Ekströn konnte das Rennen am Ende klar für sich entscheiden und Paffet konnte problemlos anerkennen, dass der Schwede an diesem Nachmittag einfach schneller war. Dritter im Bunde war Eduardo Mortara, der trotz Ausflug ins Kiesbett am Ende den dritten Platz sicherte und damit auch absolut zufrieden sein dürfte. Prinzipiell also Friede, Freude, Eierkuchen, doch das betretene
Gesicht von Mathias Ekström auf dem Siegerpodest sprach eine andere Sprache.

Anlass dafür war eine Aktion seines Markenkollegen Timo Scheider im Audi, der in der letzten Runde nicht nur den direkt vor ihmn platzierten Robert Wickens (Mercedes) sondern auch gleich noch den Meisterschaftsführenden Pascal Wehrlein, ebenfalls Mercedes, abräumte. Und das, nachdem nur Sekundenbruchteile vorher per Boxenfunk an ihn (und die ganze TV-Welt da draußen) die “Anweisung” rausgegangen war, “Timo – schieb ihn raus !”.

Wer der Funkende war ist nicht ganz sicher, jedoch spricht einiges für Audi Sportchef Dr. Wofgang Ulrich, der im TV-Interview mit der ARD direkt nach dem Rennen, das meiner Meinung nach auch schon zugegeben hatte. Liest man dagegen Presseberichte die später verfasst wurden, ist eher von einem Dementi seitens Ulrich die Rede. Fakt ist jedoch, dass es nach dem Rennen nur noch ein Gesprächsthema gab, der Sieg von Ekström durch das Verhalten der eigenen Marke zur Bedeutungslosigkeit abgestempelt wurde und die DTM bzw. der DMSB jetzt einen Skandal zu bewältigen haben, dessen Auswirkungen auf den Sport nur schwer abzusehen sind.

Doch wie konnte es überhaupt zu solch einem Manöver kommen ?

Nun, die Situation auf der Strecke stellte sich wie folgt dar: Wickens lag vor Scheider, dahinter WM-Spitzenreiter Wehrlein. Mercedes lässt Wickens absichtlich langsamer fahren und verteidigt gegen Scheider, damit Wehrlein aufschliessen und im Idealfall an beiden vorbei ziehen kann, um sich somit ein paar Pünktchen mehr für die WM zu sichern. Der Plan, den Toto Wolff im TV-Interview nach dem Rennen als Strategie bezeichnet, geht auf und Wehrlein presst sich mit tatkräftiger Unterstützung an beiden vorbei. Scheider verhält sich fair und vermeidet zu diesem Zeitpunkt einen Unfall, um kurz darauf beim Anbremsen Wickens anzuschieben, der wiederum nichts anderes machen kann, als den direkt vor ihm fahrenden Wehrlein ebenfalls anzuschieben. Beide Mercedes landen im Kiesbett, das Rennen ist gelaufen und Scheider fährt weiter.

Und jetzt wird es kompliziert.

Denn während bei einigen ein gewisser Schockzustand bzgl. des Funkspruches und dem darauf folgenden Abschuss herrschte, forderte ein gewohnt beherrschter Toto Wolff, dass “der Funkende” nie wieder an einer Rennstrecke stehen sollte. Aus meiner Sicht macht er es sich damit allerdings etwas einfach. Denn mit ihrer Sandwichstrategie gegen Scheider hat Mercedes
eine Reaktion provoziert. Audi, aber insbesondere Scheider selbst, waren einfach nur zu blöd, angemessen zu agieren. In der WTCC, die von zahlreichen DTM Akteuren, u.a. auch von Dr. Wolfgang Ulrich, immer wieder belächtet wird, wäre das Problem ganz anders gelöst wurden. Scheider hätte sich auf der Strecke derart “breit” gemacht und seine Position knallhart verteidigt, so dass bei besagtem Überholmanöver von Wehrlein wahrscheinlich alle 3 abgeflogen wären. Nicht schön, aber eine wesentlich reinere und ehrlichere Art des Motorsports.

Für die DTM dagegen wird die Aufarbeitung dieses Vorfalls noch ein hartes Stück Arbeit. Die Sportkommissare haben schon mal angefangen, indem sie Scheider nach dem Rennen disqualifizierten. Alle weiteren Entscheidungen wurden an das Sportgericht des DMSB delegiert. Und dort kann es für Audi nochmal richtig dicke kommen. Eine simple Disqualifikation für Scheider reicht meiner Meinung nach nicht aus, denn letztendlich hat er, nimmt man den Funkspruch dazu, klar im Vorsatz gehandelt. Das ist nicht nur grob unsportlich sondern fahrlässig und dafür muss eine härtere Strafe folgen. Eine Sperre für mindestens ein weiteres Rennen halte ich für vorstellbar und nicht unangemessen. Denn zumindestens in der Theorie hätte er seinen Kopf benutzen können und dem Funkspruch nicht Folge leisten müssten. In der Hitze des Gefechts dürfte das allerdings leichter gesagt als getan sein. Und damit wären wir auch schon bei Audi. Sollte es dem DMSB nicht gelingen den tatsächlich “Funkenden” zweifelsfrei zu bestimmen (und somit keine Person bestrafen zu können), bleibt nur eine Strafe für
Audi als Marke. Und die muss drakonisch ausfallen, allein schon um den Schein der Fairness und Sportlichkeit zu bewahren.

Mercedes wird sicherlich auf eine Bestrafung mit Blick auf die Herstellerwertung drängen, bzw. kann man das nur hoffen. Denn eine Bestrafung die den schärfsten Konkurrenten um die Fahrerkrone – Mattias Ekström – in Mitleidenschaft ziehen würde, wäre sportlich unfair und für das Image der DTM mehr als schlecht. Nicht auszuschliessen ist auch, dass die ganze Sache letztendlich Audi Sportchef Dr. Wolfgang Ulrich den Kopf kosten könnte, schliesslich wirft der Vorfall ein sehr schlechtes Licht auf die zuletzt so erfolgreiche Marke. Andererseits kann ich wenig Mitleid für Mercedes empfinden. Wer eine gefährliche Strategie an den Außengrenzen des Reglements wählt, muss eben auch mit den Folgen leben können. Toto Wolff weiß das. Nicht ohne Grund hat man dem abgeschossenen Pascal Wehrlein nach dem Rennen einen Maulkorb erteilt, so dass es kein TV-Statement von ihm gab. Bei Mercedes wollte man wohl sicherstellen, dass er sich etwas klüger verhält als die Kollegen von Audi. In zeitlich etwas später angesiedelten Interviews befindet sich dann Wehrlein vollends auf der Linie Wolff.

Verlierer an diesem verregneten Spielberger Sonntag ist wieder mal der Sport gewesen. Und mittelfristig die DTM als Rennserie. Und BMW. Denn dort war man so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass man denken könnte, es gäbe nur noch 2
Hersteller in der Serie. Keine guten Aussichten für den Rest der Saison.

Die TU Ilmenau steht vor dem wohl größten Umbau seit 23 Jahren…

(only in german – sorry)

…so beginnt ein Interview in der Thüringer Allgemeine vom 03.03.2015 mit dem Rektor der TU Ilmenau Univ.-Prof. Dr. rer. nat. habil. Dr. h. c. Prof. h. c. mult. Peter Scharff. Anlass für das Interview sind die Pläne des Rektorates, eine umfassende Strukturreform der Universität durchzuführen bei der u.a. 11 Lehrstühle wegfallen sollen. Die Überschrift des Interviews ist in diesem Falle keine Übertreibung, sondern eine nicht unrealistische Zustandsbeschreibung. Leider ist die ganze Thematik a) sehr komplex und reicht b) zeitlich deutlich weiter zurück, als dies im Interview deutlich wird. Das ist aber kein Vorwurf an den Interviewer sondern schlicht und einfach der Tatsache geschuldet, dass sich der gesamte Sachverhalt mit allen bereits getätigten (Spar-)Maßnahmen und ihrer zeitlichen Abfolge, sowie den Ursachen, nicht sinnvoll in einem Artikel oder Interview abbilden lassen.

Nachdem ein Freund das Interview auf Facebook geteilt hat, habe ich einen Kommentar dazu geschrieben, den ich hier leicht bearbeitet wiedergeben möchte, wohl wissend das mein Kommentar deutliche inhaltliche Lücken aufweist und den Sachverhalt ebenso nicht in Gänze darzustellen vermag.

Soweit ich die Situation überblicke, sind die Pläne des Rektorates die Reaktion auf hochschulpolitische Entscheidungen, die schon vor sehr vielen Jahren getroffen wurden. Genau genommen sind sie eine Kapitulation vor den Implikationen dieser Entscheidungen. Viele Universitäten in Deutschland haben in den letzten Jahren alles an Kosten rausgeschwitzt, was sich ohne grundlegende Eingriffe in die Struktur (was am Beispiel der TU Ilmenau die Anzahl der Lehrstühle und damit auch mehr oder weniger die wissenschaftliche Breite ist) herausschwitzen ließ.
Allen Beteiligten muss klar gewesen sein, dass der Tag kommen wird, an dem die politisch und wirtschaftlich gewollte Profilbildung und Schwerpunktsetzung (bezogen auf Forschung UND Lehre) der Universitäten sich nicht mehr weiter aufschieben lassen wird. Das Druckmittel, um die größtenteils sehr unwilligen Universitäten (Freiheit von Forschung und Lehre) zur Aktivität zu bewegen, war von Anfang an das Geld. Zum einen gut getarnt durch Maßnahmen wie z.B. die Exzellenzinitiative des Bundes, zum anderen durch zu mindestens fragwürdige Finanzierungskonzepte wie den Hochschulpakt in Thüringen. Denn die wissenschaftliche Breite an einer Universität ist nicht mehr erwünscht (z.B. an der Universität Halle). Es soll stattdessen stark spezialisierte und hocheffiziente Ausbildungsstätten geben, die Studierende schnell in einer gewissen Qualität dem Arbeitsmarkt zuführen. Der Zug, um diese grundsätzliche Ausrichtung in Frage zu stellen, ist schon lange abgefahren. Das Rektorat der TU Ilmenau tut jetzt das, was es auch schon vor 5, vielleicht sogar 10 Jahren hätte tun können oder müssen (genau genommen haben sie sogar schon damit angefangen, nur bisher mit anderen Maßnahmen). Sie versuchen, die TU Ilmenau in der jetzigen Qualität als Technische Universität zu erhalten. Und auch wenn das jetzt arg kitschig klingt, ist es meiner Meinung nach ein “Klasse vor Masse” Ansatz. Ich bin mir ziemlich sicher, dass in manchen Erfurter Schreibtischschubladen die Briefbögen mit Technische Hochschule Ilmenau gut bevorratet lagern (meint die “Degradierung” zur Fachhochschule). Ich persönlich hoffe, dass sie auch da bleiben.

Nichtsdestotrotz sollte das Rektorat die bisher an der TU Ilmenau gelebte Mitbestimmung respektieren und den straffen Zeitplan ggf. dahingehend anpassen. Am Vorhaben an sich wird das nur leider nichts ändern.

 

Wie ein schlechter Home Shopping Kanal. Nur noch schlechter.

(only in german – sorry)

Ich war heute auf der Thüringen Ausstellung. Und bevor ich jetzt hier etwas Falsches schreibe, habe ich auf der offiziellen Website kurz nachgelesen, um was es sich dabei eigentlich handelt. Es ist “Thüringens größte Verbrauchermesse” (http://www.thueringen-ausstellung.de/index.html) und “Die 25. Thüringen Ausstellung hat ein zahlungskräftiges wie anspruchsvolles Besucherpublikum. 41% der Besucher kommen mit einem gezielten Kaufinteresse…” (http://www.thueringen-ausstellung.de/aussteller/verbrauchermesse_infos.html). Vielleicht hätte ich mir das vorher einmal durchlesen sollen (zugegebenermaßen hält die Website derart viele Informationen über die Messe bereit, dass ich es niemandem anderes als mir selbst anlasten kann, das ich mit offensichtlich vollkommen falschen Erwartungen dahin gegangen bin).

Denn Messe und Besucherpublikum hatten eine Sache gemeinsam: anspruchsvoll waren sie beide nicht. Anhand der sich bildenden Menschentrauben war schnell klar, was hier die wa(h)ren Renner (das “h” in Klammern sollte ein Wortwitz werden mit Ware und Renner, naja, online geht eben doch nicht alles so gut wie im real life) sind:

1.) Klobürsten

2.) “innovative” Reinigungsgeräte

3.) mindestens ebenso “innovative” Obst- und Gemüseschneidegeräte

Und so kam es, dass ich als Mensch mit einer gewissen Affinität zu Technik und einer gewissen Zuneigung gegenüber Innovationen recht schnell mit meiner ersten Ausstellungsdepression zu kämpfen hatte. Diese konnte ich glücklicherweise mit einem wirklich sehr guten Kaffee im Zaum halten, der Innovation des Coffee Bikes sei es gedankt. Doch spätestens als ich an einem Stand mit französischen Möbeln, die in Frankreich gefertigt und von einer französischen Firma aus Frankreich heraus vertrieben werden, vorbei kam, hatte ich ernsthafte Probleme den Thüringen-Bezug herzustellen (nicht das es bei den chinesischen Handyhüllen, dem Schweizer Bergkäse oder dem amerikanischen Patentrasentrimmer einfacher gewesen wäre). Doch die vor Erstaunen über all die fantastischen Produkte sprichwörtlich offenen Münder der Generation 50+ sprachen eine ganz eigene Sprache. Nur leider nicht meine. Zielgruppenmarketing at its best. Das hatte auch die Thüringer CDU verstanden. Frei nach dem Motto, wenn der Wähler nicht zu uns kommt, kommen wir eben zu ihm, war die CDU mit prominenter Mannschaft aufgelaufen (u.a. Mohring, Lieberknecht). Offensichtlich fühlte sie sich in diesem bedeutungs- und inhaltslosen Produktmeer gut aufgehoben und nutze nebenbei die Chance, verstörten ThüringerInnen die Welt zu erklären. Ich habe mich ja immer gefragt, wer eigentlich diese rund 33% CDU WählerInnen sind. Heute habe ich einen Teil davon kennengelernt und es hat mich – wieder einmal – an meinen Landsleuten zweifeln lassen.

Aber wie sagt man neuerdings so schön ? Es war ja nicht alles schlecht. Und so gab es tatsächlich auch einige Produkte, die in Thüringen hergestellt werden und einige Firmen, deren direkter Bezug zu Thüringen nicht abgestritten werden kann. Hungrig und durstig durfte man ebenfalls sein und mit etwas Mühe wäre es sogar möglich gewesen, diese Bedürfnisse rein mit thüringischen Erzeugnissen zu stillen. Ausgefuchste Sparfüchse hätten dies sogar geschafft, ohne einen Pfennig Cent dafür bezahlen zu müssen. Grundsätzlich schön war auch eine Sonderausstellung zum Hubble Weltraumteleskop, wenn gleich es beim Aufbau wohl etwas schnell gehen musste. Ich habe eine ganze Weile gebraucht um festzustellen, dass der Hubble Nachbau falsch herum steht und sich deswegen die Erklärung dazu so schlecht lesen lässt. Der Bezug zu Thüringen…ach, wayne.

Sonst noch was ? Nun ja, die Bundeswehr war natürlich vertreten. Mit einem recht großen Stand, der in deutlich besserem Zustand war, als es die Ausrüstung der Truppe zu sein scheint. Weiterhin gab es wunderbare, handgemachte Holzmöbel. Aus Thüringen. Einen VW XL1 (der ist wirklich verdammt klein). Und eine hysterische Tortenversteigerung.

Zum Abschluss gibt es noch ein ganz dickes Minus für die Messe Erfurt, bzw. genauer gesagt für ihre elektronischen Informationstouchscreens. Diese begrüßten mich zunächst mit einer akzeptablen Oberfläche (weder hübsch noch intuitiv), doch das änderte sich sehr schnell. Nach Auswahl eines Menüpunktes auf der linken Seite des Bildschirms wurde ich schlagartig in die 90er Jahre zurück versetzt. Der linke Teil des Bildschirms blieb erhalten und im rechten Teil des Bildschirms öffnete sich frame-artig die auf Schriftgröße minus 7 zusammengequetschte Website der Erfurter Messe. Ich hielt das erst für einen Witz, dann für einen Bedienfehler meinerseits. Leider war es aber die traurige Realität. Was erwartet man von einem Informationsterminal auf zumeist unübersichtlichen Messen ? Richtig. Schnelle, übersichtliche und leicht verständliche Informationen wo sich was befindet. Hier gab es nichts davon. Das passte dann doch wieder zum Rest der Thüringen Ausstellung.

 

Vorwärts Männer, wir müssen zurück !

(only in german – sorry)

Die letzte Woche der Thüringer Lokalpolitik war geprägt von Uneinigkeit. Uneinigkeit in Bezug auf eigentlich alles.

Ganz besonders uneinig waren sich aber die etablierten Medien bei der Frage, ob #r2g (so die neuländische Abkürzung für rot-rot-grün inkl. vorangestellter Raute zur Markierung als sog. Hashtag (hat nichts mit der Position von schwarz-rot in Sachsen-Anhalt zum Thema Legalisierung von Cannabis zu tun)) jetzt einen echten Politikwechsel umsetzt oder nur längst ausgetretene Pfade weiter beschreitet. Nur im Ergebnis war man sich einig, nämlich, dass das alles nichts bringt.

Die 100-Tage-Schonfrist scheint offensichtlich für “linkere” Regierungen nicht zu gelten.

So kam es, dass die Thüringer Allgemeine den größten Verwaltungsumbau im Freistaat Thüringen seit der Wende 1990 glaubte entdeckt zu haben. Frei nach dem Motto, neue Besen kehren gut. Dem oder den RedakteurInnen schien sich dabei kein Konzept zu erschließen, so dass das knallharte Fazit lautete: Chaos (nein, Anarchie darf als Fazit erst nach 100 Tagen Amtszeit verwendet werden).

Aus etwas größerer Entfernung (im Vergleich zur TA) betrachtet, schien sich ein völlig anderes Bild zu ergeben. So kam der MDR, führende, meinungsbildende Instanz in Mitteldeutschland *hüstl*, zu dem Schluss, dass seit (darf man “Machtübernahme” guten Gewissens kurz nach dem 70. Befreiungstag des Konzentrationslagers Auschwitz schreiben ? Ich glaube nicht. (sehr guter DLF Kommentar)) Übernahme der Regierungsgeschäfte durch #r2g praktisch nichts passiert sei. Das Fazit lautete dann auch dementsprechend: wann gehts richtig los ? Nun, dann hat sie wenigstens etwas mit der Vorherigen gemeinsam. (ähnlicher Tenor => Link => Freitag 30.01., 3 – 6 Uhr, Beitrag “Viel Lärm um nichts”).

Und das bringt uns direkt zu Mike “ich mach was mit Medien” Mohring. Der Thüringer Oppositionsführer tauchte so oft in mehr oder weniger journalistischen Erzeugnissen auf (Link 1 / Link 2 / Link 3 / Link x), dass man meinen könnte, er sei Teilnehmer des Dschungelcamps (wobei ich hoffe, dass das unter seiner Gürtellinie wäre). Man fragt sich, woher er all die Zeit nimmt. Schließlich muss ja irgend jemand die ganzen Anträge schreiben, mit denen die CDU das Plenum bombardierte. Doch am Ende des Tages wird auch hier nur mit Wasser gekocht, so dass der dritte geplante Plenumstag kurzerhand mangels Themen / Inhalten ins Wasser viel. Dieses traf direkt auf die ohnehin schon warmgelaufenen Mühlen der “die Regierung tut nichts” Schreiberlinge und produzierte noch mehr Nichts.

Darüber, dass man ein 16 Jahre lang tot gerittenes Pferd nicht in 2 Monaten wiederbelebt, hab ich nichts gelesen.

Mein Therapeut sagt, ich soll positiver denken. Daher zum Abschluss noch eine gute kommunale Nachricht. Die Abfallwirtschaft im Ilmkreis befindet sich, nach vorausgegangenem Bürgervotum (Vorsicht: direkte Demokratie. Zu Risiken und Nebenwirkungen…na sie wissen schon.), wieder vollständig in öffentlicher Hand. Keine alltägliche Geschichte, aber eine, die nach Wiederholung (Thüringer Meer) schreit.

Es bleibt spannend…

(only in german – sorry)

Ich glaube, ich habe noch nie auf diesem kleinen Blog über Thüringer Lokalpolitik geschrieben. Falls doch, dann höchstens am Rande. Warum also diesmal ?

Nun – die letzten rund 14 Tage waren doch recht spannend im kleinen Ländle Thüringen. Um die mehr oder weniger wichtigen Geschehnisse zu verfolgen, musste ich noch nicht einmal das Haus verlassen. Genau genommen hätte ich mich nicht mal von der Couch erheben müssen. Denn der aufregendste Teil ließ sich prima im Internetz verfolgen.

Doch von vorn. Nach 16 Jahren CDU Herrschaft regiert inzwischen ein gewisser Hr. Ramelow, seines Zeichens Parteigänger der Partei Die Linke, im Bratwurstland. Folgte dem Votum der WählerInnen zunächst eine lange Phase von Sondierungsgesprächen und Koalitionsverhandlungen, teilweise begleitet entweder von Demonstrationen gegen Die Linke (bzw. ihre Vergangenheit) und der sich am Horizont anbahnenden Koalition mit SPD und Grünen, oder den hier und da geäußerten Befürchtungen, dass es a) bald keine Bananen mehr gäbe, b) die Grenzen zu den angrenzenden Bundesländern geschlossen würden und c) Herrn Ramelows erste Amtshandlung im Ausrufen einer Räterepublik bestünde. Doch die DemonstrantInnen verschwanden genauso schnell wie sie kamen (Gerücht: einige zogen nach Dresden weiter) und Bananen gibt es immer noch.

Denn entgegen allen Befürchtungen tat der neue Ministerpräsident erstmal etwas Unerwartetes: er zündete eine mediale Nebelgranate namens Ramelow & Co, ausgestrahlt auf Salve.Tv, einem Lokalsender, dessen Reichweite (sorry no offense) geringer ist (bzw. geringer war), als die Akkulaufzeit eines handelsüblichen Smartphones. Die Blendwirkung war indes so hoch, dass sich sogar die FAZ (und sie war bei weitem nicht die einzige) zu einer Berichterstattung hinreißen lies. Doch wie schrieb Churchill in seiner Autobiografie sinngemäß: ist der Skandal vor dem Auge des Menschen nur groß genug, kannst du hinter seinem Rücken ein U-Boot vorbeischmuggeln (das Zitat war irgendwie anders, aber den Sinn trifft es auch so). Denn während sich Steffen-Claudio Lemme, die Thüringer Allgemeine (oder sollte ich lieber schreiben das Medienmonopol der Zeitungsgruppe Thüringen (ZGT)), die CDU und jetzt gezwungenermaßen auch die Landesmedienanstalt mit Ramelows “Staatsfernsehen” beschäftigen, schmuggelte die neue Regierungskoalition gleich mehrere U-Boote durch Thüringen.

So soll die Finanzierung der Kommunen mit einem signifikanten Geldbetrag verbessert werden. Dazu wird eine noch kurz vor knapp vom ehemaligen CDU Finanzminister getätigte Sondertilgung auf Landesschulden zurückgenommen, was der Regierung einen Rücklagenspielraum von nicht schlechten 328 Millionen EUR einbringt. Weiterhin ermöglichte man CDU Frau Walsmann nicht die Reise in den EU-Ausschuss der Regionen nach Brüssel. Und neben einigen anderen Dingen, die ich zu faul bin rauszusuchen, wurde auch die geplante Abschaltung der V-Leute vorangetrieben. Ich halte das für eine gute Idee. Diese Reportage hat mich darin bestärkt. Oft kann ich sie allerdings nicht schauen. Mir wird dann immer schlecht und ich habe das Bedürfnis, in meinen Aluhut zu kotzen. Doch da sich der Nebel nur langsam lichtet, erhielten alle diese Maßnahmen nur die oben beschriebene Smartphone-Akkulaufzeit-Medienaufmerksamkeit (Übersetzung: geringe Aufmerksamkeit).

Und so geschah es, dass ich sogar Mike Mohring, u.a. Landesvorsitzender der CDU, recht geben musste, als er die zu erwartenden 5 Jahre Opposition eher als Marathonlauf anstatt eines 100m Laufes für seine Partei beschrieb. Denn offensichtlich ist – zu mindestens zum jetzigen Zeitpunkt – nicht einmal bei der Thüringer Wirtschaft, etwas von der oft heraufbeschworenen Angst vor Ramelow und den Linken übrig geblieben. Und während die Klügeren in der CDU jetzt hoffentlich den Realitätsabgleich mit ihrer Oppositionsrolle machen, glänzt einer der “fähigsten” Parteikollegen von Mohring derweil weiter auf bekanntem Niveau.

Was sonst noch passiert ist ? Mutige StudentInnen haben einen Vortrag des stellvertretenden AfD Bundesvorsitzenden Alexander Gauland an der Erfuter Uni verhindert und Präsident Walter Bauer-Wabnegg, ehemaliger Inhaber des bemerkenswerten Lehrstuhls für Multimediales Erzählen (Bauhaus Universität Weimar), war mittendrin statt nur dabei. Offensichtlich kann er besser deeskalieren, als spannende Reden zu halten. Jeder der ihn als Staatssekretär erleben musste, weiß wovon ich spreche. Leider war er nur wenige Tage später nicht zur Stelle (wobei das nur eine kühne Vermutung meinerseits ist), als sich der Erfurter Ableger von PEGIDA und die entsprechenden Gegendemonstranten in der Stadt trafen. Über das Geschehen gibt es unterschiedliche Berichte – Link 1 / Link 2. Doch bei der allgemeinen Gewaltbereitschaft ist Thüringen (wieder mal) Vorreiter. Schade. Ein Bild auf Twitter spricht mir dazu ziemlich aus dem Herzen.

Den Abschluss bilden dann noch einmal Mike Mohring und Bodo Ramelow. Letzterer hat seine Abgeordnetenimmunität bereits verloren, damit die überlastete sächsische Justiz gegen ihn (weiter) ermitteln kann. Ersterer muss zunächst weiter auf das Befinden über sein Schicksal warten. Fest steht nur eines: beide befinden sich in seltsamer Gemeinschaft politisch motivierter Vorwürfe / Handlungen.

 

 

 

Ich habe ein neues Wort erfunden: der / die Kaufpate / Kaufpatin / Kaufpaten

(only in german – sorry)

Ich habe ein neues Wort erfunden:

der Kaufpate oder die Kaufpatin

Aussprache: [kaʊ̯fˈpaːtə] oder [kaʊ̯fˈpaːtɪn] oder [kaʊ̯fˈpaːtn̩]

Definition: Der Kaufpate oder die Kaufpatin ist eine (oder mehrere) dritte Person(en), die bei einem Tausch-, Handels- oder Kaufgeschäft zwischen VerkäuferIn und KäuferIn auf Seiten des Käufers / der Käuferin anwesend ist/sind und diese/n inhaltlich und moralisch in der Kaufsache unterstützt.  Häufig werden Kaufpaten bei Geschäften mit größerem finanziellen Volumen oder gesteigerter inhaltlicher Bedeutung hinzugezogen (keine Alltagsgeschäfte).

Dokumentation: Verschwörung gegen die Freiheit (ZDF) – Download

(only in german – sorry)

Das ZDF hat eine zweiteilige Dokumentation mit dem Titel “Verschwörung gegen die Freiheit” gezeigt. Sie zeigt Hintergründe und politische Folgen der weltweiten Überwachungsprogramme. Ich finde die Doku recht gelungen und stelle sie daher hier als Download zur Verfügung (bis die erste Abmahnung kommt). Bezahlt hab ich (die Doku) dank meiner GEZ-Gebühren schon.

>>> Download – Verschwörung gegen die Freiheit – Teil 1

>>> Download – Verschwörung gegen die Freiheit – Teil 2

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