Test – Odys Space Tablet

(only in german – sorry)

Update – 19.12.2011 (Verarbeitung, Sound, Akku)

Tja, wie so oft im Leben braucht man manchmal etwas lĂ€nger, um etwas genau(er) bewerten zu können. In diesem Falle betrifft es gleich 3 Kategorien. Und nur bei einer gibt es Positives fĂŒr das Odys Space zu vermelden. Fangen wir mal mit der Verarbeitung an. Nach der Installation einer Screenshot App auf dem frisch gerooteten Tablet schĂŒttelte ich es um einen Screenshot auszulösen (wollte die App so). Und da klapperte etwas. Etwas Großes ! Ich war zunĂ€chst leicht unglĂ€ubig, doch ein erneutes SchĂŒtteln bestĂ€tigte meinen Eindruck. Irgendetwas Großes innerhalb des Tablets ist nicht richtig befestigt. Da sich das Odys Space leider nicht so leicht öffnen lĂ€sst, kann ich bis jetzt (noch) nicht sagen was es ist. Weiterhin ist es eine wahre Kunst das Micro USB Kabel so einzustecken, dass es tatsĂ€chlich in der Buchse bleibt und nicht sofort wieder raus rutscht. Sehr Ă€rgerlich !

Der Sound ĂŒber die eingebauten Lautsprecher ist ja gar nicht so schlecht. Der Kopfhöreranschluss wiederum hat einen seltsamen Bug, dessen genaue Ursache ich noch nicht herausfinden konnte. Offensichtlich kann Software-seitig zwischen verschiedenen Ausgangspegeln umgeschalten werden. Wie das genau funktioniert und wie man welchen Pegel selektiert – keine Ahnung. Ich konnte es bisher nur durch konsequentes Rein- und Rausziehen Ă€ndern. Denn ist der Ausgangspegel auf hoch eingestellt, rauscht der Kopfhöreranschluss unglaublich stark und die Musik klingt als wĂ€re ein schlechter Telefonfilter eingestellt. Ist der Pegel dagegen auf niedrig, hĂ€lt sich das Rauschen in Grenzen und die Musik klingt durchaus hörbar.

Zum (vorlĂ€ufigen) Schluss noch eine positive Meldung. Wie man im Bild unten sehen kann, hat es das Odys Space beachtliche 5 Tage, 14 Stunden und 18 Minuten ohne Akkuladung ausgehalten, bei tĂ€glich ca. 1 Stunde Benutzung (ohne WLAN, mit 2G / 3G Betrieb). Das der Akku immer in grĂ¶ĂŸeren Blöcken (und nicht linear) abbaut hatte ich bereits unten erwĂ€hnt. Dazu kommt, dass der Akku im letzten Drittel deutlich schneller abbaut als in den ersten beiden Dritteln. Schön zu sehen ist aber auch, dass 36% Akku nochmal fĂŒr 6 Stunden ausreichen, in denen das Tablet ca. 3 Stunden aktiv benutzt wurde (ohne WLAN, mit 2G / 3G Betrieb).  Und es hĂ€tte noch lĂ€nger durchgehalten, wĂ€re da nicht das WLAN Modul. Bei genauer Beobachtung wird ziemlich schnell klar, dass das WLAN Modul ein echter Stromfresser ist. Nichtsdestotrotz ist die Akkuleistung beachtlich.

Update – 13.12.2011

Einige Leute vermissen sowohl den Android Market als auch den Flash Installer fĂŒr ihr Odys Space Tablet. Hier findet ihr beide APKÂŽs zum Download:

Android Market 2.3.6 – Download (apk)

Flash Player Installer 10.2 – Download (apk)

Beim letzten Amazon Cybermonday gab es das Odys Space Tablet fĂŒr recht gĂŒnstige 149 €. Wer bei dem Wort Tablet primĂ€r an ein iPad – und die MaßstĂ€be die es setzt – denkt, sollte am besten gar nicht erst weiterlesen. Das Odys Space ist ein Billigtablet – ein Vergleich mit Apples Tabletwunder ist nicht nur sinnlos, sondern auch ungerecht dem Space gegenĂŒber.

FĂŒr alle Anderen folgt ein hoffentlich spannender Kurztest inkl. einiger Tipps und Tricks zur besseren Nutzung.

Der erste Eindruck…

…ist besser als erwartet. Das Space kommt in einer ordentlichen Verpackung  inkl. USB Kabel und zusĂ€tzlichem Netzteil. Sofort nach dem Auspacken fĂ€llt auf, dass das Tablet von einer Gummierung umgeben wird, einen schönen Hochglanzrahmen hat, leider aber auch einen recht breiten schwarzen Rand zwischen Display und Rahmen. Es liegt gut und kompakt in der Hand, ist erstaunlich leicht und passt sogar dank des 7″ Screens in die Innentasche des Sako.

Neben den 4 Androidtasten gibt es einen Ein-/Ausschalter (rechts), einen LautstĂ€rkeregler (oben), daneben ein Resetloch, unten Mini-USB,  Netzteilanschluss und Kopfhörerausgang, sowie links die Slots fĂŒr SIM- und Micro-SD Karte und ein eingebautes Mikrofon. Die Platzierung der LautstĂ€rkeregler wĂŒrde ich als suboptimal bezeichnen, denn im horizontalen 2-Handeinsatz muss man umgreifen um ranzukommen. HĂ€lt man das Tablet vertikal geht es mit dem Daumen fix. Die Tasten haben alle einen guten Druckpunkt und wirken hochwertig. Wer die Klappertasten aus so manchem aktuellen Sony Ericsson Smartphone kennt (die zudem locker das Doppelte kosten), wird hier in BegeisterungsstĂŒrme ausbrechen.

Leider trifft das nicht auf die 4 Androidtasten zu, die kapazitiv sein sollen. Das sind sie auch, nur leider fĂŒrchterlich ungenau und teilweise mit erheblicher Verzögerung (dazu spĂ€ter). So kommt es, dass die Home Taste ca. 1cm neben ihrer optischen Position erst reagiert. Da kann man sich dran gewöhnen, schön ist aber anders. Auch die Suchen Taste braucht etwas Überzeugung, MenĂŒ und ZurĂŒck verrichten ihren Dienst makelos.

Ausstattung, Performance und erste Bugs

Das Tablet kommt mit einer ganz guten Ausstattung daher. WLAN und 3G, 4 GB interner Speicher, Bluetooth, Kamera und Telefoniefunktion (“dank” Android 2.2). Irgendwo musste also gespart werden. Da wĂ€re zum einen der schwache Single Core Prozessor (Qualcomm MSM7227-T ARM11, 800MHz) zu nennen, der den Anforderungen nicht immer gewachsen ist. Und der mit 512 MB definitiv zu kleine Hauptspeicher. Mit Android 2.2 hat man zumindestens die richtige Entscheidung in Sachen Betriebssystem getroffen. Alle neueren Varianten hĂ€tten das Space hoffnungslos ĂŒberfordert. Die ohnehin schon vorhandene Überforderung macht sich besonders bei Videos bemerkbar. HD kann man getrost vergessen, alles “Kleinere” lĂ€uft je nach Codec und Optimierungsgeduld des Users so lala. Über das Display 7″ mit der leicht seltsamen Auflösung von 800×480 (16:9) lĂ€sst sich streiten. Es ist nicht schlecht, reagiert manchmal nicht beim ersten Mal, aber im Großen und Ganzen zu gebrauchen (ich erinnere nochmal an den Preis von 149 €). Leider spiegelt es sehr stark.

WĂ€re da nicht, tja wĂ€re da nicht der erste richtig herbe Bug. Im vertikalen Betrieb haben die oberen 20% des Displays einen Versatz von locker 0,5 – 1 cm nach unten. GlĂŒcklicherweise lĂ€sst sich das zu einem großen Teil beheben, aber dazu spĂ€ter. Interessanterweise ist am unteren Ende nichts derartiges zu beobachten. Mein subjektiver Eindruck ist sogar, dass das Display nach unten hin besser wird. Denn ein großer Teil dieses Textes wurde mit der Bildschirmtastatur geschrieben und das ging wirklich 1A. Als NĂ€chstes hat das WLAN Modul Probleme mit unverschlĂŒsselten Netzwerken (VerbindungsabbrĂŒche) und ist bei WEP Netzen ziemlich langsam. Eine Lösung gibt es dafĂŒr auch.  Highspeed darf man vom WLAN Modul ohnehin nicht erwarten, was aber nicht so schlimm ist, denn das Space könnte mit einem schnellen Draft-n Datenstrom nicht umgehen.

Etwas unsicher bin ich mir ĂŒber die Akkulaufzeit. Ich habe das Tablet seit 4 Tagen nicht geladen, habe es aber nur selten mehr als 1h pro Tag benutzt. Mit Hilfe von Smart Battery Monitor konnte ich zumindestens beobachten, dass die Energie nicht stetig von Prozent zu Prozent fĂ€llt, sondern lĂ€nger auf einem Wert verharrt um dann gleich mal 3-4% zu verlieren.

Nach der Inbetriebnahme vermisste ich zunĂ€chst den Android Market und war etwas erschrocken ĂŒber die Performance der Android OberflĂ€che. Und damit sind wir schon bei der Problemlösung angekommen.

Bug fixing und generelle Optimierung

Als erstes sollte man sich umgehend das Firmwareupdate von der Odys Website und eine Micro-SD Karte besorgen (wird fĂŒr das Update zwingend benötigt, 1 GB reicht). Die passende Anleitung gibts dort ebenfalls. Wie in der Anleitung beschrieben, sollte man beide Aktualisierungen durchfĂŒhren (erst Modem, dann update.zip von der SD-Karte). Entgegen der Behauptung auf der Website war mein Space nicht mit der aktuellen Firmware ausgeliefert wurden.

Nach dem Update hat sich die Displayproblematik ganz erheblich verbessert, zu 100% weg ist sie aber nicht. Das WLAN Modul kommt jetzt mit unverschlĂŒsselten Verbindungen zurecht und die Performance bei WEP ist gestiegen.

Und der Android Market ist da. Einfach so.

Die OberflÀche hat sich leider nicht beschleunigt. Abhilfe schafft hier eine alternative OberflÀche bzw. ein anderer Launcher. Ich habe zum kostenlosen ADW Launcher gegriffen und dem Honey Comb Theme. Damit sieht nicht nur alles besser aus, sondern es geht deutlich schneller. Zudem kann bis der Arzt kommt customizing der BenutzeroberflÀche betrieben werden.

Um sich selbst einen Gefallen zu tun, sollte man einen anderen Browser installieren. Der vorinstallierte Android Standardbrowser ist nicht nur langsam, sondern auch unkomfortabel. Hier fiel meine Wahl auf den ebenfalls kostenlosen Browser Dolphin HD.

Fazit

Das Odys Space Tablet ist kein schlechtes GerĂ€t. Es kann natĂŒrlich nicht mit HTC Flyer, Motorola Xoom oder Apples iPad(2) mithalten, aber wenn man sich auf das GerĂ€t einlĂ€sst und bereit ist etwas Zeit zu investieren, so erhĂ€lt man eine sehr mobile Schreib-, Lese- und Musikmaschine zu einem unschlagbaren Preis.

Firmware Update – http://www.odys.de/downloads/drivers/ODYS_Space-FirmwareUpdate20110930.zip

Anleitung zum Firmware Update – http://www.odys.de/downloads/drivers/ODYS_Space-Updateanleitung.pdf

ADW Launcher im Android Market – https://market.android.com/details?id=org.adw.launcher

Honey Comb Theme im Android Market – https://market.android.com/details?id=com.gfxandroid.honeycomb

Dolphin Browser HD im Android Market – https://market.android.com/details?id=mobi.mgeek.TunnyBrowser

 

Kurztest – Sony Ericsson Xperia Arc

(only in german, sorry)

Vieles von dem was ich an dieser Stelle ĂŒber das Sony Ericsson Xperia Play geschrieben habe, trifft auch auf das Sony Ericsson Xperia Arc zu. Insofern werde ich mich diesmal etwas kĂŒrzer halten.

Das Xperia Arc ist mit weitem Abstand das dĂŒnnste Smartphone was ich in den letzten 1-2 Jahren in den HĂ€nden hatte.  Kein Wunder – das GehĂ€use misst in der Tiefe nur 8,7mm. Und dazu gibt es ein riesiges 4,2″ Display auf der Vorderseite mit der etwas seltsamen aber nie unpraktischen Auflösung von 854 x 480 Pixel. Auch die Helligkeit stimmt und macht eine wesentliche bessere Figur als beim Xperia Play. Einziger Schwachpunkt ist, dass das Display hin und wieder eine Eingabe nicht erkennt, so dass man gezwungen ist diese noch einmal vorzunehmen.

Die Verarbeitung ist leider – Sony Ericsson typisch – weiterhin auf einem klapprig und billig-wirkenden Niveau. Die Android Tasten haben praktisch keinen Druckpunkt und machen nicht den Eindruck, als ob sie 2 Jahre Dauereinsatz durchhalten. Zudem sind sie – Ă€hnlich wie beim Xperia Play – nicht direkt beleuchtet. Immerhin hat SoE das Problem offensichtlich erkannt und hat Mini-LEDÂŽs zwischen die Tasten platziert. In der Dunkelheit bringt das leider nix, denn die LEDÂŽs leuchten zwar, aber beleuchten eben nicht die Tasten. DafĂŒr gibt es nur 3 statt 4 Android Tasten. Mir ist kein Nachteil aufgefallen, bin mir aber sicher, dass die Power User welche finden.

Die Performance des Xperia Arc ist absolut in Ordnung. Alles geht zĂŒgig und ohne Verzögerungen von statten. Nach dem Update auf Gingerbread (im Auslieferungszustand war 2.2 drauf) hat sich die Geschwindigkeit gefĂŒhlt sogar noch etwas gesteigert. Ärgerlich sind die schon beim Xperia Play negativ aufgefallenen langen Einschalt- und NeustartvorgĂ€nge. 2-3 Minuten sind die Regel, 5 Minuten sind auch drin.

Fazit: Sehr dĂŒnnes Smartphone mit großem Display und guter Performance. Leider mit der Sony Ericsson typischen schlechten Verarbeitung.

Hat mir gefallen:

  • Leistungs des Smartphones (Geschwindigkeit in MenĂŒs, beim Browsen, etc.)
  • großes, sehr helles Display
  • sehr dĂŒnn

Hat mir nicht gefallen:

  • Billige Verarbeitung
  • MittelmĂ€ĂŸige Akkulaufzeit
  • Unbeleuchtete Android Tasten
  • Display erkennt nicht immer die Eingabe

Sony Ericsson Xperia Play – PSX Emulator

If you want to play old PSX games on your Sony Ericsson Xperia Play this is the right solution for you. It is called FPse and delivers excellent PSX gaming to the Xperia Play. You can find it there (Android Market):

https://market.android.com/details?id=com.emulator.fpse

But before you can play youÂŽll need a PSX bios. In case you donÂŽt want to dump it on your own from your Playstation, you should check out the FPse PSX BIOS app in the Android Market: https://market.android.com/details?id=com.dummies.android.FPBIOS

Sony Ericsson Xperia Play – SNES Emulator

If you want to play old SNES games on your Sony Ericsson Xperia Play this is the right solution for you. It is called Snes9x and delivers excellent SNES gaming to the Xperia Play. You can find it there (Android Market):

https://market.android.com/details?id=com.explusalpha.Snes9x

 

Test – Sony Ericsson Xperia Play

(only in german – sorry)

Da ist es nun also in meinen HĂ€nden – das Sony Ericsson Xperia Play. Sonys Antwort auf die spielenden iPhoneÂŽs. Doch kann das Xperia Play diesem Anspruch gerecht werden ? In einem kleinen Test werde ich versuchen diese Frage zu beantworten.

Nach dem Auspacken werde ich erst einmal mit einem ganz schönen Klopper konfrontiert – ein gutes StĂŒck dicker als ein iPhone dieses Xperia Play. Ansonsten ungefĂ€hr gleich breit, gleich lang, aber mit einem deutlich grĂ¶ĂŸerer Display, dank der kleinen Android-Tasten am unteren Ende. Die Ursache fĂŒr die Dicke ist gleichzeitig das eigentliche Highlight und Alleinstellungsmerkmal des Xperia Play. Unter dem Display befindet sich ein aufschiebbarer Controller im Playstation 1 Style. Wer in seinem Leben schon einmal eine PS1 (oder auch eine PS2, PS3) bedient hat, fĂŒhlt sich sofort zu Hause. Alle bekannten Tasten eines PS1 Controllers sind vorhanden, sogar die L- und R-Taste sind einfach bedienbar platziert. Neben Start und Select gibt es noch eine dritte Taste, die wĂ€hrend des Spielens zurĂŒck zum Xperia Play MenĂŒ fĂŒhrt. Zwischen Steuerkreuz und den bekannten Quadrat-, Kreis-, Dreieck- und Kreuztasten befinden sich leider die ersten beiden Schwachpunkte des Handycontrollers. Zwei kreisförmige Touchpads sollen die beiden Analogsticks nachahmen, wie sie bei PS2 und PS3 Standard sind und bei der PS1 erst spĂ€ter eingefĂŒhrt wurden. Einige Spiele lassen sich ohne diese Touchpads nicht steuern (z.B. Splinter Cell), da Funktionen wie umhersehen (Mouse Look) oder bewegen (Movement) belegt sind. Das war leider keine gute Idee, denn die Steuerung ist unprĂ€zise und all zu oft rutsche ich mit meinen Finger ab ohne ein klares Feedback zu bekommen, ob ich noch auf oder schon neben der TouchoberflĂ€che bin. Fazit fĂŒr die Touchpads – unbrauchbar. Positiv ĂŒberrascht das Sony Ericsson dagegen bei der Inbetriebnahme. Abgesehen von dem wirklich sehr fest sitzenden Akkudeckel geht alles flott von statten. Nach nur wenigen Minuten erwartet mich die bekannte Android OberflĂ€che und Timescape – ein von Sony Ericsson speziell entwickeltes Widget, was mir StatusverĂ€nderungen meiner Freunde und Konakte bei Twitter und Facebook sofort auf den Startbildschirm bringt. Nettes Feature, aber gleich mal entfernt, da es 90% des Startbildschirms einnimmt. Das ĂŒbliche Android Customizing geht zĂŒgig voran, ein eigener Setup Assistent hilft zudem beim Einrichten aller Grundfunktionen. FĂŒr unerfahrene Nutzer eine Klasse Sache. Doch selbst ich als Pro 😉 nutze ihn, um WLAN und Googlemail zu konfigurieren. Hierbei fĂ€llt mir auf, dass auf dem Xperia Play alles angenehm schnell geht. Kein Vergleich zu den Warteorgien auf dem Samsung Galaxy Tab (der ersten Version). Unbewusst stelle ich Vergleiche zu meinem iPhone 3GS an und muss feststellen, dass das Xperia Play zumindestens gefĂŒhlt die Nase vorn hat. Aber gut, fĂŒr die bombastischen Spieleorgien die mich gleich erwarten werden muss eine gewisse Power unter der Haube sein.

Leider zeigt sich nach lĂ€ngerer Benutzung, dass relativ viele Apps und Dienste standardmĂ€ssig im Hintergrund laufen. Das wirkt sich zwar erstmal nicht auf die Performance aus, jedoch steht dem Xperia Play immer relativ wenig des 512 MB großen Hauptspeichers zur VerfĂŒgung.

Trotzdem stĂŒrze ich mich voller Vorfreude in die 6 vorinstallierten Spiele (The Sims 3, Tetris, Crash Bandicoot, Bruce Lee, Fifa 10 und Star Battalion). Hmm 6 Spiele vorinstalliert, nicht schlecht denke ich mir, doch welches davon gab es eigentlich auf der PS1 ? Ähh ja, Crash Bandicoot, ich erinnere mich dunkel. Also probiere ich das als Erstes aus. Die ErnĂŒchterung ist groß, als mich eine Grafik erwartet, die ca. 10 Jahre alt ist. Immerhin funktioniert die Steuerung ĂŒber den Controller gut. Das Spiel selbst – langweilig, unspektakulĂ€r und altbacken. NĂ€chstes ? Fifa 10 ? Nee, ich hasse Fußball. Tetris ! Auf dem Gameboy bin ich da Pro, mit dem Gamepad könnte es auch auf dem Xperia Play rocken. Aber leider nur könnte. Denn es funktioniert nur per Touchsteuerung auf dem Display. Ich denke mir kurz WTF und starte Bruce Lee. Da scheint jemand den Sound vergessen zu haben, denn irgendwie höre ich zum ersten Mal ein GerĂ€usch als ich mich mit Bruce in den Kampf stĂŒrze. Das funktioniert ganz gut, reißt mich aber nicht vom Hocker. NĂ€chster Versuch Star Battalion. Eine Art Starfox fĂŒr Arme, mit etwas besserer Grafik aber leider keinem ansprechenden Gameplay. Ich bin genervt. Wo sind denn die ganzen großen Playstation Hits ? Resident Evil, Final Fantasy, Gran Turismo 2 und fĂŒr den Spaß zwischen durch Spiele wie Destruction Derby oder Wipeout ? Eins steht fest – auf dem Sony Ericsson Xperia Play sind sie (erstmal) nicht.

Also verfolge ich Plan B, der mir schon in den Sinn gekommen war, noch bevor ich ĂŒberhaupt das Smartphone aus der Verpackung geholt hatte. Da muss doch ein PS1 Emulator drauf laufen ?! Bleibt nur die Frage, wie ich meine alten PS1 Games auf das Ding bekomme ?! Beide Fragen waren schneller beantwortet als gedacht. Im Forum bei AndroidPit empfahl man FPSE als Emulator (3,59 EUR) und das dringend benötigte PS1 Bios gibt als eigene App im Android Market fĂŒr 0,70 EUR (wer will kann es gerne selbst von seiner PS1 dumpen :-). Ich gebe selten mehr als 1,-EUR fĂŒr Apps aus, aber FPSE ist jeden Euro wert. Denn mit Hilfe des Emulators wird aus dem bisher eher frustrierenden Spieleerlebnis ein gelungenes Revival von Spielehits aus vergangenen Tagen fĂŒr unterwegs. Via USB Kabel habe ich auf den internen 8 GB Speicher (Micro-SDHC-Karte) insgesamt 4 ISOÂŽs (der Emulator lĂ€sst sich mit fast allem fĂŒttern, ISOÂŽs, BINÂŽs, IMGÂŽs) von original PS1 Spielen gezogen: Destruction Derby, Die Hard, Metal Slug X und Resident Evil. Und kurz nachdem ich Metal Slug X gestartet habe, macht sich Begeisterung breit. Das Spiel lĂ€uft flĂŒssig mit mindestens 60 FPS, sieht hĂŒbsch aus, da der Emulator hier und da etwas aufhĂŒbscht, die Steuerung per Controller funktioniert 1A und nur der etwas höhenlastige und bassarme Sound der internen Lautsprecher fĂ€llt negativ auf. Yeah denke ich mir, dass habe ich gesucht. Als nĂ€chstes starte ich Resident Evil, eins der Spiele, mit dem ich am meißten Zeit in meinem Leben verbracht habe (Kann sich noch jemand an die “unter 3 Stunden durchspielen” Geschichte erinnern und den supi Raketenwerfer den es als Belohnung gab ?). Nach kurzer Einstellung im Emulator wird hier ebenfalls aufgehĂŒbscht und der mobilen Zombiejagd und der Erforschung des Herrenhauses steht nichts im Wege. Ich bin begeistert !!!

Und hier zeigt sich auch sehr schnell, was das Sony Ericsson Xperia Play zu einem außergewöhnlichen mobilen Begleiter machen könnte – eine Vielzahl an qualitativ hochwertigen Spielen, die die Möglichkeiten der Controllersteuerung und der LeistungsfĂ€higkeit des Smartphones voll ausnutzen.

Doch ich frage mich die ganze Zeit, ja wo sind sie denn ? Die qualitativ hochwertigen Spiele ? Die speziell auf das Smartphone angepassten Toptitel ? Ich sehe keine und genau das ist der grĂ¶ĂŸte Schwachpunkt des Xperia Play. Es gibt zu wenig gute Spiele dafĂŒr. Um in Konkurrenz zu einem iPhone oder gar dem Nintendo DS treten zu können muss Sony Ericsson schnellstens hochwertige Games in Masse auf den Markt werfen. Nur dann hat das Xperia Play eine echte Chance. FĂŒr mich als Emulatorfreak und Bastler ist es dennoch ein großartiges StĂŒck Technik, dass mir unterwegs viel Spielspaß mit den alten PS1 Games bringt und dazu alle Funktionen eines guten Smartphones hat.

 

Fazit: Prinzipiell gutes Smartphone, leider mit unglaublich dunklem Display und nur dank der 3rd Party Emulatoren und meinen alten Playstation / SNES Spielen wird es zu einer Spielmaschine.

 

Hat mir gefallen:

  • Leistungs des Smartphones (Geschwindigkeit ins MenĂŒs, beim browsen, etc.)
  • zusĂ€tzlicher aufschiebbarer Controller fĂŒr Spiele
  • mit Hilfe eines 3rd Party Emulators alte Playstation 1 Spiele spielen zu können
  • mit Hilfe eines 3rd Party Emulators alte Super Nintendo Spiele spielen zu können (siehe Update)

Hat mir nicht gefallen:

  • Mangelndes Angebot an speziell angepassten Spielen fĂŒr das Xperia Play
  • nicht beleuchtete Android Tasten
  • nicht beleuchtete Controller Tasten
  • extrem stark spiegelndes, viel zu dunkles Display (siehe Update)
  • klapprige Verarbeitung (siehe Update)
  • BildqualitĂ€t der Kameras (siehe Update)
  • extrem lange Startzeit nach einem Totalabsturz (siehe Update)

Update:

Nachdem ich das Sony Ericsson Xperia Play nun seit 3 Wochen habe, muss ich doch noch ein paar weitere SĂ€tze dazu verlieren. Nachdem mir das sehr stark spiegelnde Display bereits am Anfang aufgefallen war, muss ich inzwischen sagen – ich bin geschockt. Bei hellem Sonnenschein im Freien ist das Smartphone schlicht und einfach unbenutzbar. Und das ist keine Übertreibung ! Man mag vielleicht damit telefonieren können (schliesslich muss man da nur kurz die Nummer oder den Kontakt raussuchen), aber alles Andere – keine Chance. Hauptursache dafĂŒr ist, dass ich selbst die höchste per MenĂŒ einstellbare Helligkeitsstufe immer noch als (zu) dunkel bewerten wĂŒrde. Das macht sich nach lĂ€ngerer Benutzung sogar in RĂ€umen bemerkbar. Sehr schade. Dann die Verarbeitung. Das Xperia Play hat es tatsĂ€chlich geschafft, mir hier einen falschen Ersteindruck zu vermitteln. Inzwischen musste ich aber feststellen und einsehen, dass sich die Verarbeitung auf dem Sony Ericsson ĂŒblichen klapprigen Niveau bewegt. Der Akkudeckel macht den Eindruck als wĂ€re er nicht richtig geschlossen (bombenfest sitzt er wiederum doch). Die Android Tasten verlieren schon nach 3 Wochen deutlich an Genauigkeit und wirken ausgeleiert (Stichwort Druckpunkt). Ähnliches habe ich beim Spielecontroller festgestellt, mit dem Unterschied, dass dies schon von Anfang an so war und ich nur keinen Vergleich zur Hand hatte. Nach einem kurzen Vergleich mit einem echten PS1 und einem SNES Controller frage ich mich, wie lange sowohl die Buttons als auch das Steuerkreuz heftigem button mashing standhalten. Einen letzten Kritikpunkt in der Verarbeitung gilt dem Schiebemechanismus der den Controller hervor bringt und wieder verschwinden lĂ€sst. Im Moment fĂ€llt es mir sehr schwer zu glauben, dass dieser eine 2-Jahres Vertragslaufzeit durchhĂ€lt.

Auf die beiden Kameras (Front fĂŒr Videochat, RĂŒckseite fĂŒr Fotos und Videos) bin ich bisher noch nicht eingegangen, da sie fĂŒr mich nicht Prio 1 Feature war und ich davon ausgegangen bin, dass sie der an sich guten bis sehr guten QualitĂ€t alter Sony Ericsson Handys folgen. Weit gefehlt wie ich inzwischen herausgefunden habe. Die Frontkamera hat eine grausame Auflösung und genauso sehen die Bilder aus. Die Kamera auf der RĂŒckseite soll angeblich 5 Megapixel haben. Normalerweise reicht das fĂŒr vernĂŒnftige Bilder aus. In diesem Fall nicht. Die Bilder sind immer leicht unscharf und zeigen ein gewisses Rauschen, viel schwerer wiegen jedoch fehlende Farben und Kontrast. Positiv zu erwĂ€hnen ist hingegen der Blitz, der nicht nur ordentlich hell macht sondern auch eine prima Taschenlampe darstellt (die verhĂ€ltnismĂ€ssig wenig Akku schluckt).

Ein anderes Problem zeigte sich, als ich einfach mal so ein Foto schoss. Denn Schwupp di wupp war das Xperia Play abgestĂŒrzt. Freeze. Wenigstens war es so gnĂ€dig sich selbst neuzustarten. Doch dann der Schock. Es tat sich nichts. Der schöne, weiße Sony Ericsson Schriftzug blickte mich an und es passierte einfach gar nichts. Ich dachte schon es hĂ€tte die Hufe hoch gemacht. Aber als geduldiger Mensch wollte ich dem Smartphone noch eine Chance geben und siehe da, nach geschlagenen 10 Minuten (und das ist keine Übertreibung) war es wieder da. An sich ist es nicht schlimm, wenn es mal abstĂŒrzt. Das tut mein iPhone hin und wieder auch. Nur – seitdem einen, ersten Absturz benötigt es bei jedem Neustart diesen fast schon epischen Zeitraum. Mit einem Ausflug in die Tiefen von Android (oder einem kompletten Reset) lĂ€sst sich das bestimmt irgendwie beheben, nur genau darauf habe ich keine Lust.

Nichtsdestotrotz möchte ich mit einem ĂŒberragenden (positiven) Feature abschliessen. Auch hier hat das Xperia Play nur 50% Anteil am Erfolg. Die restlichen 50% gehen an die Entwickler von Snes9x – einem SNES Emulator fĂŒr Android. Inmitten einer fiesen Zombiemetzelei mit Hilfe von Resident Evil und FPSE kam mir der Gedanke, dass es auch SNES Emulatoren fĂŒr Android geben muss. Eine kurze Recherche im geliebten Internet förderte schnell eine Menge potenzielle Kandidaten zu Tage, von denen aber die meißten nur Fakes / Clones von Snes9x sind. Also fix das Original gekauft (Preis hab ich leider vergessen, war aber nicht viel) im Android Market, Street Fighter 2 Turbo, Super Mario World und Mario Kart als ROMS auf die Speicherkarte kopiert und schon konnte das SpielvergnĂŒgen losgehen. Und es war wirklich ein VergnĂŒgen, die alten SNES Klassiker zu spielen ! Der Emulator unterstĂŒtzt dabei – ebenso wie FPSE – den Xperia Play Controller und hĂŒbscht die Spiele – wenn auch nur in geringem Maße – auf. Und schon hat das Sony Ericsson Xperia Play sein zweites großes Highlight…nur leider eben (wieder) nicht von Sony.

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USB WLAN Interface Windows XP x64 (64 bit)

A little bit unexpected I needed an external WLAN interface for my laptop, which still runs the much dead OS Windows XP x64 (64-bit Edition). And I was really scared with the last driver madness in my mind.

Anyway I got this Ralink thing for only 15 EUR (around 20$) on eBay and I was really surprised. The device came with x64 drivers. Yessss…and it worked right after I installed them. Unbelieveable…

The performance was a little bit bad, so I grabbed the newest drivers from the Ralink website. The performance increased a bit and also the newest drivers have a great support for x64 based OS (also Vista and Windows 7).

Nearly all Ralink chipsets feature x64 compatible drivers which is – at this price level – a really cool thing. Most upper class devices only have a support for Windows 7 x64, but not for Windows XP x64 or other x64 systems.
But with all the good news about this device, thereÂŽs one thing that canÂŽt impress as much as the rest. The antenna which should supply a +5dbi connection boost. It was really hard to notice at least a boost, but honestly thereÂŽs one, but only around +1dbi / +2dbi. If youÂŽre on a bad coverage this antenna wonÂŽt make things better at all.

In general, you canÂŽt do anything wrong with this device at that price and if you donÂŽt plan to use any other OS than Windows XP x64 you wonÂŽt have much choice at all.

Update :

Well with this nice 2.4 GHZ WLAN antenna from hama I boosted my WLAN stick. It works really good. Connection raised from a low signal strength to a good and sometimes even very good signal strength. The antenna was about 18 EUR on eBay (around 25$) and can be wall mounted. It is connected via a reverse SMA plug, compatible to the Ralink WLAN stick.