Newsflash

(only in german – sorry)

Wie schon bekannt greift die NSA die Kommunikation direkt an Glasfaserleitungen ab. Neu ist jetzt allerdings, dass ihr dabei offensichtlich einige Staaten gehörig unter die Arme greifen und sozusagen die Daten als Dienstleister im Rahmen der gemeinsamen Zusammenarbeit abschnorcheln. Und NATÜRLICH ist Deutschland auch dabei. Ich sage dazu nur: die NSA Affäre ist beendet. NICHT.

Phil Fish, Entwickler des Indiespieles FEZ, ist offensichtlich auf die dunkle Seite der Macht gewechselt und behauptet, dass Leute die mit Hilfe von Werbung in Let´s play Videos in denen sein Spiel vorkommt, Geld verdienen, ihm entsprechend Geld schulden. Ursache der ganzen Aufregung ist dieser Artikel des Wall Street Journal über den Schweden Felix Kjellberg, der pro Jahr angeblich 4 Millionen Dollar mit Hilfe seiner 27 fucking Millionen Abonnenten verdient. Nun ich denke, dass Phil Fish mal kräftig seinen Indiear*** getreten gehört, denn a) machen die zahlreichen Let´s player ganz nebenbei und kostenlos Werbung für sein Spiel und b) steckt hinter den angeblichen 4 Millionen Dollar die der Liebe Felix Kjellberg macht auch ne ganze Menge Arbeit. Ach ja, nicht zu vergessen c), denn genau genommen verdienen die Let´s player das Geld nur, weil es Leute gibt die dafür bezahlen, dass ihre Werbung neben / vor / zwischen / nach einem Video über FEZ geschalten wird. Die könnten genauso gut mit Murmeln spielen und würden Geld verdienen solange dafür einer Werbung schaltet.

Der / die TrueCrypt Entwickler haben bekanntermaßen irgendwie die Biege gemacht und sind nicht bereit die Lizenzierung zu ändern, so dass ein Fork möglich wäre. Immerhin gibt es auf Github jetzt einen Mirror mit signierten Dateien der letzten funktionierenden Version 7.1 von TrueCrypt. Happy downloading !

Der Deutschlandfunk hat einen schönen Beitrag über den Bundesfreiwilligendienst gemacht. Ich zitiere einfach mal ganz freimütig:

 In den alten Bundesländern lag der Anteil der unter 27-jährigen Freiwilligen im vergangenen Jahr bei 81 Prozent.

In Ostdeutschland gibt es – bezogen auf die Bevölkerungszahl – doppelt so viele Bundesfreiwillige wie im Westen und die Wartelisten sind voll. Doch nur jeder Fünfte ist jünger als 27. In Thüringen ist es gar nur jeder Neunte. Es sind vor allem ältere Menschen, die demnächst das Rentenalter erreichen werden oder Menschen, die seit vielen Jahren Arbeit suchen. Ist der Freiwilligendienst im Osten also auf dem Weg, ein weiterer Arbeitsmarktsektor zu werden? Zu einem Rettungsanker für Langzeitarbeitslose?

Michael Panse, Generationenbeauftragter der Thüringer Landesregierung und zuständig für die Bundesfreiwilligen, sagt im Beitrag dazu:

“Also ich glaube im Wissen um die Sozialstruktur, die wir bei uns in ThĂĽringen haben und auch bei den rund 3.000 Bundesfreiwilligen, die wir derzeit haben, glaube ich, dass etwa zwei Drittel aus arbeitsmarktpolitischen GrĂĽnden kommen, weil sie zu dem Zeitpunkt keine Beschäftigung haben, teilweise lange auch schon arbeitslos waren und fĂĽr sie das sozusagen eine Perspektive, auch eine jobartige Perspektive ist. Und rund ein Drittel hingegen aus dem rein freiwilligen Gedanken heraus sagen, ‘Ich möchte mich ehrenamtlich engagieren’!”

Na herzlichen Glückwunsch ! Das was dem abgeschafften Zivildienst immer vorgeworfen wurde (die Schaffung eines Schatten-Arbeitsmarktes) hat man offensichtlich mit dem Bundesfreiwilligendienst tatsächlich erreicht. Das deutsche Sozialsystem hat eine dringende Überarbeitung nötig und der Arbeitsmarkt einen ausnahmslosen Mindestlohn. Und das Land ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Und da ich gerade die aktuelle Version des Rundfunkstaatsvertrages nicht zur Hand habe, habe ich den Beitrag als MP3 mal gesichert bevor er aus der DLF Mediathek gelöscht werden muss.

>>> Download: Beitrag des DLF zum Bundesfreiwilligendienst vom 19.06.2014 (MP3 ist mit Rar gepackt und enthält 5% Wiederherstellungsinformationen).

 

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