Wie Mitarbeiter die Deutsche Bahn sehen

(only in german – sorry)

Zeit Online hat einen interessanten Artikel gebracht, wie Mitarbeiter die Deutsche Bahn sehen.

Mir pers├Ânlich fehlt der Aspekt, welche Rolle eigentlich die Politik – und das ist keine Kleine – bei den Problemen der Bahn spielt. Auch wenn der Fokus des Artikels auf der Mitarbeitersicht liegt (und das ist gut so), wird zumindestens kurz die Verantwortung des Managements erw├Ąhnt. Eine mindestens gleichwertige Erw├Ąhnung der politisch Verantwortlichen h├Ątte nicht geschadet.

Trotzdem – lesenswert !

Warum die Bahn immer noch unf├Ąhig ist

2016-10-05-18-56-08(only in german – sorry)

Ich habe schon lange nicht mehr ├╝ber die Deutsche Bahn geschrieben. Haupts├Ąchlich weil ich in letzter Zeit prim├Ąr Auto gefahren bin. Woran die Bahn nicht ganz unschuldig ist, zumindestens was ihre Servicequalit├Ąt und P├╝nktlichkeit aus dem Jahre 2015 angeht. Aber neues Jahr, neues Gl├╝ck und in 2016 gab es bisher wenig Grund zur Klage.

Heute allerdings hat die Bahn wieder einmal gezeigt, dass man immer noch ein Kandidat f├╝r “fix the basics” ist. Was war passiert ? Nun, nichts Au├čergew├Âhnliches und genau das macht es so schlimm. Eine Rollstuhlfahrerin inklusive 2 Begleitpersonen wollte den ICE 729 besteigen und hatte f├╝r ihre Reise entsprechende Sitzpl├Ątze in Wagen 25 reserviert. Dumm nur, dass der Zugbegleiter offensichtlich weder wusste wo sich Wagen 25 noch der speziell f├╝r RollstuhlfahrerInnen konzipierte Bereich befindet. Also wurde die Dame mit Hilfe der recht rustikalen Einstiegsrampe in den Gang zwischen Wagen 23 und 22 bef├Ârdert, wo sie auch den Rest der Reise verbringen sollte. ├ťbrigens sollten auch ihre 2 Begleitpersonen stehen (bleiben). Bereits zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir – what the fuck – der Zug f├Ąhrt bis 300km/h und schaukelt dabei recht ordentlich, das kann der Zugbegleiter nicht ernst meinen. Gl├╝cklicherweise st├╝rmte genau in diesem Moment seine wesentlich j├╝ngere Kollegin herbei und erkl├Ąre mit schlichten aber eindringlichen Worten, dass die Rollstuhlfahrerin an ihrem jetzigen Aufenthaltsort nicht bleiben kann. Welch Wunder ! Also wurde erneut die rustikale Rampe organisiert, die Rollstuhlfahrerin aus dem Waggon bugsiert, zu ihrem eigentlich Waggon gebracht und dort – nat├╝rlich wieder mit der rustikalen Rampe – in den Zug bef├Ârdert. Und schwups hatte der ICE 10 Minuten Versp├Ątung (Unf├Ąhigkeit wird bei der Bahn ├╝brigens mit “Versp├Ątung eines vorausfahrenden Zuges” ├╝bersetzt – siehe Bild).

Vielleicht gehts nur mir so, aber an Stelle der Rollstuhlfahrerin w├Ąre ich mir ganz sch├Ân verarscht vorgekommen.

Eine Busfahrt die ist lustig, eine Busfahrt die ist sch├Ân

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berlinlinienbusIch bin meinem liebsten ├Âffentlichen Verkehrsmittel, der Deutschen Bahn, untreu geworden und eine Runde Fernbus gefahren. Genauer gesagt mit der Firma Berlinlinienbus, durchgef├╝hrt wiederum von der Firma Steinbr├╝ck Reisen.

Und ich muss sagen, dass war gar nicht schlecht. Ich bin grunds├Ątzlich kein gro├čer Freund des Busfahrens, aber in diesem Fall war es eine 7,50 EUR (Onlinespecial Bus) vs. 32,- EUR (Bahn mit Bahncard 50, also eigentlich 64 EUR) pro Fahrt Entscheidung. Kurz im Kopf ├╝berschlagen bedeutet dass, das die Bahn ohne Bahncard 50 gleich 9x teurer und mit Bahncard 50 immerhin noch rund 4x teurer gewesen w├Ąre. Auf die 64,- EUR komm ich gerade selbst irgendwie nicht klar. Fairerweise sei noch erw├Ąhnt, dass jedes Gep├Ąckst├╝ck das ins Gep├Ąckfach des Busses wandern soll, 1,- EUR extra kostet. Naja zur├╝ck zur Sache.

Erste Auff├Ąlligkeit beim Fernbusfahren war die ausgesprochene und ehrliche Freundlichkeit des Busfahrers. Ganz anders als der typische “Klassenfahrt – ich hasse euch alle ihr sch*** G├Âren Typ”. N├Ąchste Auff├Ąlligkeit – der Bus war ├╝berp├╝nktlich da und fuhr auch entsprechend p├╝nktlich los. Und er kam auch noch genau p├╝nktlich an. Verr├╝ckt. Der Bus selbst war ein mittelm├Ąssig komfortabler Reisebus mit etwas seltsamen Klima, dass man aber immerhin individuell am Platz mit Frischluft beeinflussen konnte. Die Sitze waren hier und da mit etwas Leder gepimpt, aber nach 3:45h war das Ende der Komfortzone dann doch erreicht. Der Sitzabstand ist okay, wenn gleich deutlich geringer als im ICE. Will man mit seinem Laptop arbeiten wird genau das aber zum Problem. Die Minitische w├╝rden ihn zwar theoretisch halten, jedoch ist der Winkel zwischen Tischplatte und Vordersitz derart ung├╝nstig, dass man ihn max. im 60/70 Grad Winkel aufklappen kann. Sch├Ân ist anders. Leider gab es in meinem Bus keine Steckdosen und weit und breit kein WLAN. Daf├╝r war der Handyempfang au├čerordentlich gut. Ebenfalls auff├Ąllig – die fast schon sozialistischen Getr├Ąnke- und Snackpreise (siehe Bild).

Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Meine erste Fernbusfahrt war ein ├╝beraus positives und f├╝r insgesamt 15,- EUR (Hin- und R├╝ckfahrt) sehr preisg├╝nstiges Erlebnis. H├Ątte ich allerdings f├╝r meine Fahrt 22,50 EUR pro Richtung zahlen m├╝ssen, dann h├Ątte ich wahrscheinlich den Mehrpreis von 9,50 EUR f├╝r eine Bahnfahrt (mit Bahncard 50) in Kauf genommen. Warum ? Fahrzeit, Sitzkomfort und Steckdosen.

Ein ICE Ticket ohne City-Ticket

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Das Twitter Team der Deutschen Bahn (@DB_Bahn) hat es sicherlich nicht leicht. Es muss nicht nur unz├Ąhlige Fragen von Reisenden, die im Tarif- und Servicedschungel der Bahn untergegangen sind, beanworten, sondern auch recht h├Ąufig den in Form von w├╝tenden Tweets kundgetanen ├ärger von Reisenden ertragen. Dabei ist das Twitter Team die mit Abstand f├Ąhigste Einheit im Konzern der Deutschen Bahn. Meine Fragen wurden immer schnell und kompetent beantwortet.

So auch gestern, als ich mich fragte, warum mein 42,- EUR teures, ICE Bahncard 50 Ticket kein Cityticket enthielt. Denn das Cityticket ist an sich eine sch├Âne Sache. Man muss sich in fremden St├Ądten keine Gedanken ├╝ber den Tarifdschungel des ├Ârtlichen Nahverkehrs machen, denn das ICE Ticket mit Cityoption gilt als Fahrschein bis zum Zielort innerhalb einer Stadt. Meine naive Annahme war, dass dies auch auf die Stra├čenbahnlinie vom Schnell-Fahrstrecken-Bahnhof Siegburg/Bonn nach Bonn Hauptbahnhof zutrifft. Denn das ist schliesslich die einzige Existenzberechtigung dieser Stra├čenbahnlinie – die Verbindung zwischen dem Bonner Hauptbahnhof, der nicht an das 300km/h ICE Netz angebunden ist, und dem Siegburger Bahnhof.

Doch dem war nicht so. Die grunds├Ątzlichen Voraussetzungen (nachzulesen hier: http://www.bahn.de/p/view/bahncard/vorteile/cityticket.shtml)┬áhatte ich erf├╝llt. Also musste das vrsbonnsiegburgTwitter Team Licht ins Dunkel bringen. Und das taten sie dann auch (siehe Bild). Ich hatte zwar keine Ahnung was die genauen Ausdehnungen von Tarifgebiet 2600 sind, aber der Zusatz Stadtgebiet Bonn sagte mir, dass Siegburg/Bonn wohl nicht dazu geh├Ârt. Dumm. Ich gebe zu, dass es sich hierbei um eine Kleinigkeit handelt, die in keinem Verh├Ąltnis zu den vielen gro├čen Problemen steht, die die Bahn hat. ├ärgerlich bleibt es trotzdem und ein weiteres Indiz daf├╝r, dass die ICE Schnellfahrstrecken mehr ein Prestigeprojekt sind / waren anstatt eines Mobilit├Ątsf├Ârderers.

 

160 Minuten…

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Tja liebe Bahn – ich muss zugeben, ich h├Ątte nicht gedacht das du erst nach meinem Bahncard 100 Abenteuer einen neuen Versp├Ątungsrekord aufstellst. Aber mal ganz ehrlich – 160 Minuten sind schon ein starkes St├╝ck. Und das zudem mitten in der Nacht. Klar – der City Night Line hat immer mal ordentliche Versp├Ątungen, nur holt er die zumei├čt wieder auf, da in seiner normalen Fahrzeit ewige Aufenthalte an Bahnh├Âfen eingeplant sind.

Ganz besonders interessant fand ich die Begr├╝ndung: Bauarbeiten. Da stelle ich mir zwangsl├Ąufig die Frage, ob es bei der Bahn tats├Ąchlich ungeplante Bauarbeiten gibt ? Ich habe zwar keine Ahnung vom Bauhandwerk, aber in den letzten Jahren konnte ich durch aufmerksames Beobachten feststellen, dass bei Bauarbeiten der Bahn immer eine ganze Menge Leute involviert sind. Da w├Ąren die Posten zur Streckensicherung, die Bau├╝berwacher, die tats├Ąchlichen Bauarbeiter und so weiter. Weiterhin habe ich bei nahezu jeder Bahnbaustelle schwere Technik gesehen. Schienenbagger, seltsame Gleis- und / oder Schotterverlegemaschinen, teilweise Gleise, ganze Weichen und vieles mehr. Worauf m├Âchte ich hinaus ? Richtig – ich glaube nicht daran, dass es bei der Bahn ungeplante Bauarbeiten gibt. Dieser Annahme folgend frage ich mich weiterhin, ob es dann wirklich nicht m├Âglich ist, die Fahrg├Ąste rechtzeitig dar├╝ber zu informieren, dass es zu Verz├Âgerungen von bis zu 160 Minuten kommen kann.

Warum das gut w├Ąre ? Nun ganz einfach. In meinem Falle waren die 160 Minuten Versp├Ątung leider 100 Minuten zuviel. 60 Minuten Versp├Ątung hatte ich als Puffer eingeplant. Aber fast das Dreifache ? Nein. Und so kam es, dass ich mir in einer kalten Dienstagnacht um 0:15 Uhr (denn genau zu diesem Zeitpunkt tauchte die Versp├Ątung erstmals im DB Navigator auf (Abfahrt w├Ąre um 01:21 Uhr gewesen)) Gedanken machen musste, wo ich denn jetzt ein Auto herbekomme und ob ich ├╝berhaupt noch wach genug bin, um selbiges zu pilotieren. Gl├╝cklicherweise fand ich auf beide Fragen eine positive Antwort, so dass ich knapp 1 Stunde sp├Ąter im Auto sa├č und die leeren deutschen Autobahnen befuhr. Nat├╝rlich bewaffnet mit reichlich Kaffee. Das Ganze f├╝hrte in letzter Konsequenz zu einem 18 Stunden (Arbeits-)tag und dem altbekannten Gef├╝hl, dass der Bahn ihre Fahrg├Ąste absolut und vollkommen egal sind.

Nachtrag:

Ebenfalls sehr unsch├Ân . Im DB Navigator stand zun├Ąchst eine Versp├Ątung von 20 Minuten, aus der dann 60, 120, 140 und schliesslich knappe 20 Minuten vor Abfahrt des Zuges 160 Minuten wurden. Tut das wirklich Not ? Wie w├Ąre es, einfach mal von “best case” Anzeige auf “worst case” umzuschalten ?

Aktualisiert: ├ťberlebensratschl├Ąge f├╝r h├Ąufige Reisen mit der Deutschen Bahn

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Nach einigen konstruktiven Hinweisen (vielen Dank) habe ich meine ├ťberlebensratschl├Ąge f├╝r h├Ąufige Reisen mit der Deutschen Bahn etwas ├╝berarbeitet und neu strukturiert.

Viel Spa├č beim Lesen !

https://www.hyperpac.de/?p=1736

Deutsche Bahn: Nichts Genaues wei├č man nicht

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bahnbauarbeiten Die Bahn unterh├Ąlt mit der Website http://bauarbeiten.bahn.de ein Portal, auf dem sich Fahrg├Ąste ├╝ber ├änderungen im Zugbetrieb aufgrund von Bauarbeiten informieren k├Ânnen. Soweit so gut. Die Informationen die das Portal zur Verf├╝gung stellt sind recht umfangreich. Teilweise werden die Informationen direkt auf der Website pr├Ąsentiert, teilweise werden PDF┬┤s mit (zus├Ątzlichen) Informationen angeboten. ├ťbersichtlich und leicht verst├Ąndlich geht meiner Meinung nach anders.

Am Wochenende allerdings habe ich auf der besagten Seite eine Auskunft gefunden, die an Ungenauigkeit und Beliebigkeit kaum zu ├╝berbieten ist (siehe Foto).

Schauen wir uns das doch mal im Detail an:

– 1. Satz => Aha. Mehrere Z├╝ge der Linien RE 1 und RB 20. Sind es denn jetzt 2 oder 3 oder 57 Z├╝ge ? Und ├Ąhhh welche Z├╝ge denn bitte genau ? Oder darf ich w├╝rfeln ?

– 2. Satz => Ich soll also die 26 – 37 Min. sp├Ątere Ankunft beachten. Ich frage mich ernsthaft, wer das ausgerechnet hat. Wahrscheinlich hat man 2 Busse losgeschickt und jeweils ein Bahnmitarbeiter sa├č darin um die Zeit zu stoppen. Schnellster Bus: 26 Minuten. Langsamster Bus: 37 Minuten. Ein normaler Mensch h├Ątte 25 – 40 Minuten geschrieben oder sich gleich pauschal auf 40 Minuten festgelegt. Beides w├Ąre aber unkorrekt. Was wohl passiert wenn der Bus nur 25 Minuten braucht ? Oder 38 Minuten ?

– 3. Satz, Teil 1 => Jetzt wird es ganz besonders kurios. Einige Bus fahren fr├╝her ab. Aha. Sind es die Selben wie in Satz 1 ? W├Ąre unlogisch, denn es ist eine andere Fahrrichtung.

– 3. Satz, Teil 2 => Diesmal sind es 22 – 39 Minuten, die die Busse eher abfahren. Interessant. Daraus l├Ąsst sich schliessen, dass a) die Busse von Erfurt nach Weimar 3 Minuten schneller sind als in Gegenrichtung und b) aber auch 2 Minuten langsamer sein k├Ânnen. Hatten wir in Satz 2 noch eine Zeitsspanne von 11 Minuten sind es inzwischen schon stattliche 17 Minuten.

– 4. Satz (Kotzgrenze erreicht) => Einige Busse fahren geringf├╝gig sp├Ąter in Erfurt Hbf ab. Also ├Ąhhh jetzt komm ich nicht mehr mit. Hatte der Bahnitarbeiter der sonst die fr├╝here / sp├Ątere Abfahrtszeit ermittelt hier keine Lust mehr und hat stattdessen einfach geringf├╝gig angegeben ? Oder gab es ein Problem bei der Ermittlung des statistischen Mittels ?

F├╝r mich bleibt nur eine Erkenntnis: ich habe weder eine Ahnung welche, noch wann die verf****** Busse abfahren !!!

Eisenbahnromantik

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Dank meines liebsten politischen Twitterers @wahl_beobachter bin ich auf die beiden Twitterinnen @KrohnCaroline und @KatringoesTria aufmerksam geworden, die unter http://eisenbahnromantik.wordpress.com einen wundersch├Ânen Blog unter der ├ťberschrift “Unter Zugzwang ÔÇô die allt├Ągliche Eisenbahnromantik ÔÇô wir genie├čen das Leben in vollen Z├╝gen.” betreiben (eine sehr treffende ├ťberschrift wie ich ├╝brigens finde).

Ich habe keine Zeit verschwendet und mich gleich mal mit einem Gastbeitrag aus meinem Bahncard 100 Experiment angebiedert ;-). Also schaut mal rein….ach ja, auf Twitter sind sie unter @Eisenbahnromant zu finden.

├ťberlebensratschl├Ąge f├╝r h├Ąufige Reisen mit der Deutschen Bahn

(only in german – sorry)

In meinem Artikel Bahncard 100 – das Experiment beginnt habe ich meine Erfahrungen aus einem Jahr intensiven Bahnfahrens niedergeschrieben. In dieser Zeit habe ich auch einige praktische Erfahrungen sammeln k├Ânnen, die ich hiermit weitergeben m├Âchte. Einige der Tipps sind dabei nicht ganz so ernst gemeint und alle gehen davon aus, dass ihr wirklich viel Bahn fahrt.

Tipps f├╝r den / die Bahn-Vielfahrende(n)

0. Entspanne dich, atme tief ein und aus.

1. Ausr├╝stung

a) Kauf dir ein Smartphone, einen leistungsf├Ąhigen Zusatzakku und installiere den DB Navigator.
b) Idealerweise kauf dir ein zweites Smartphone, mit einem anderen Mobilfunkanbieter, so dass du eine h├Âhere Wahrscheinlichkeit der Netzabdeckung im fahrenden Zug hast und somit dem DB Navigator eher Ergebnisse entlockst.
c) Stelle sicher, dass Smartphone und Zusatzakku immer vor Fahrantritt voll geladen sind.
d) Deponiere ein Ladeger├Ąt f├╝r Smartphone und Zusatzakku so, dass du es IMMER dabei hast.
e) Idealerweise hast du ein zweites Ladeger├Ąt dabei. F├╝r alle F├Ąlle und so.

2. Vorbereitung / DB-Navigator / Anzeigen und Durchsagen

a) Lerne die Bedienung des DB Navigators auswendig (inkl. aller m├Âglichen Optionen). Du musst in der Lage sein innerhalb von 15 Sekunden 2 alternative Verbindungen herauszusuchen, w├Ąhrend du mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug springst und nebenbei eine Waffe an den Kopf gehalten bekommst.
b) Wenn du dir eine Verbindung mit dem DB Navigator herausgesucht hast, mache einen Screenshot davon. Das hilft zum einen wenn du sehr vergesslich bist und dir Anschlussz├╝ge oder Gleise nicht merken kannst. Zum anderen kannst du dir damit in empfangsschwachen Gebieten deine Verbindung nochmal vor Augen f├╝hren.
c) Wenn du masochistisch veranlagt bist, hast du zus├Ątzlich das Kursbuch der Bahn f├╝r ganz Deutschland dabei. F├╝r den Fall, dass das Mobilfunknetz ausf├Ąllt oder die Welt unter geht.
d) Vertraue keiner Anzeige, Durchsage oder Aussage der Deutschen Bahn. Egal wie positiv, negativ oder neutral diese sein m├Âgen.
e) Pr├╝fe immer mit dem DB Navigator nach.
f) Benutze die Sichtpr├╝fung (“…ich kann meinen Anschlusszug schon (noch) sehen”.)
g) Die Durchsage “In XYZ werden alle Anschlussz├╝ge erreicht” ist im besten Falle eine Theorie.

3. Sinnvolle ├ťberbr├╝ckung und Nutzung von Wartezeiten

a) Nutze die Zeit ! 95% der Dinge die es an Bahnh├Âfen zu essen / trinken gibt sind ungesund und machen fett (schau mich an). Daher:
b) Lerne die Lage der Gleise zueinander. Sind Gleis 1 & 2 auf dem selben Bahnsteig oder Gleis 2 & 3 usw. ? Pr├Ąge dir das unbedingt ein.
c) Gehe die Bahnsteige ab. Gibt es Abk├╝rzungen um von Gleis X zu Gleis Y zu gelangen (Unterf├╝hrungen, Rolltreppen, etc.). Und nein, Gleis├╝berquerungen gelten NICHT als Abk├╝rzung.
d) Gibt es markante Dinge auf dem Bahnsteig, die sich leicht merken lassen und die du in Relation zu der Position der T├╝ren des Zuges setzen kannst (Hinweisschilder, Raucherecken, M├╝lleimer) ? Sowas sichert dir im Zweifelsfalle einen Sitzplatz, weil du als Erster in den vollkommen ├╝berf├╝llten Zug einsteigen kannst (da du genau da stehst wo sich die T├╝r ├Âffnet).
e) Setze die Ausstiegsseite des Zuges in Relation zur Lage der Gleise (Schritt 3b). Merke dir das ! Es hilft dir bei der Analyse, wie schnell und wie weit du rennen musst. Zudem kannst du dich im Zug lange bevor es durchgesagt wird an der richtigen T├╝r├Âffnungsseite positionieren (Achtung in Frankfurt Hbf: die Z├╝ge wechseln gerne kurzfristig das Gleis, mei├čtens auf das Gegen├╝berliegende).
f) Gehe zum ersten Gleis. Stoppe die Zeit die du brauchst um von dort zum letzten Gleis zu kommen. Wiederhole das Ganze vom letzten zum ersten Gleis. Merke dir die Zeit und jetzt renne die selbe Strecke als w├Ąre dir der Teufel pers├Ânlich auf den Fersen. Du brauchst l├Ąnger als 2 Minuten ? Dann hei├čt es trainieren, trainieren, trainieren. Nat├╝rlich mit Gep├Ąck (siehe auch Schritt 4).
g) Lerne den Bahnhof kennen. Wieviele Ein- / Ausg├Ąnge gibt es ? Wo ist der DB Schalter ? Das Reisezentrum ? Die DB Lounge ? Die Toiletten ? Taxist├Ąnde ? Abfahrtsort von S-, U-Bahn und Nahverkehr ? Schlie├čf├Ącher ?
h) Suche die Schalter der einschl├Ągigen Mietwagenfirmen. Pr├╝fe ob du irgendwelche Rabatte oder Sonderangebote aufgrund deines Bahntickets / Bahncard / was auch immer bekommst. Kl├Ąre ab, was du zur Anmietung eines Fahrzeuges ben├Âtigst (Kreditkarte, etc.) und f├╝hre dies zuk├╝nftig immer bei dir.

4. Gep├Ąck

a) Optimiere dein Gep├Ąck ! Lass alles zu Hause was du nicht unbedingt brauchst. Packe lieber etwas Warmes zum Anziehen ein (und etwas Gesundes zum Essen und Trinken).
b) Idealerweise hast du kein Gep├Ąck und alles “am Mann”.
c) Du hast nur ein Gep├Ąckst├╝ck. Dieses l├Ąsst dir aber beide H├Ąnde frei (Rucksack, Umh├Ąngetasche) und du kannst damit sehr schnell rennen.
d) Du hast 2 Gep├Ąckst├╝cke. Schlecht. Siehe 4a und 4b.
e) Gut, also doch 2 Gep├Ąckst├╝cke. Nr. 1 muss unbedingt den Bedingungen aus 4b entsprechen. Nr. 2 ist idealerweise ein IATA Ma├čen entsprechendes Handgep├Ąckst├╝ck mit gut funktionierenden Rollen und ausziehbarem Griff. Du musst damit genauso schnell rennen k├Ânnen wie in 4b. Wenn die Rollen beim Rennen den Boden nicht ber├╝hren sondern das Gep├Ąckst├╝ck hinter dir her fliegt, ist das ein Zeichen f├╝r die richtige Renngeschwindigkeit. Wenn du damit Personen mehr oder weniger “ber├╝hrst” dann br├╝lle ein lautes Entschuldigung. Renne aber unbedingt unvermindert weiter (Darwin…).
f) Koffer. Fahre mit dem Auto oder lass dich fahren. Alternativ kannst du auch 2 oder mehr Stunden Puffer einplanen, je nach Dringlichkeit deiner p├╝nktlichen Ankunft. Koffer lassen sich im kompletten Reiseprozess mit der Bahn extrem schwer handhaben und deine Anschlussz├╝ge kannst du gleich abhaken.

5. Verhalten im Zug

a) Verzichte auf eine Sitzplatzreservierung, ma├člos ├╝berteuert und braucht kein Mensch. Ausnahme: f├╝r den Zug wird eine “voraussichtlich starke Auslastung” angezeigt. Dann erspart dir die Sitzplatzreservierung relativ sicher eine stehende Reise.
b) Lies dir die Reservierungsanzeige am Sitzplatz genau durch. F├╝r welche Teilstrecke ist der Platz reserviert ? Beispiel: Dein ICE f├Ąhrt von Basel nach Berlin. Du nutzt die Teilstrecke Karlsruhe – Frankfurt Hbf. Die Reservierungsanzeige zeigt an: Frankfurt Hbf – Berlin. Folglich kannst du bequem von Karlsruhe bis Frankfurt auf dem reservierten Platz sitzen.
c) Frage Leute, die ihr Gep├Ąck auf dem freien Sitz neben sich platziert haben, freundlich aber bestimmt, ob der Platz noch frei sei. 98% sagen Ja. Biete ihnen an, dass Gep├Ąck in die daf├╝r vorgesehenen F├Ącher ├╝ber den Sitzen zu verstauen.
d) Setz dich in Abteile. In 99% der Abteile ist immer noch mindestens ein Platz frei. Einfach T├╝r aufschieben und rein.
e) Sei hilfsbereit. Ziemlich viele Menschen benehmen sich in Z├╝gen wie Arschl├Âcher. Dabei w├Ąrst du selbst auch dankbar, wenn dir jemand mit deinem unmenschlichen Gep├Ąck / Kinderwagen / Rollstuhl / Kr├╝cken hilft.
f) Kenne und lerne die Strecke deines Zuges inkl. aller Unterwegshalte. Das kleine Faltblatt (ich glaube es hei├čt Reiseplan und liegt in der Regel (haha) auf mehr oder weniger jedem Sitz) ist dir ein guter Lehrer. Schau dir auch die Entfernungs- und Zeitangaben zwischen den Halten an.

6. Umsteigen und Anschlussz├╝ge

a) Lerne Gleis, Zugnummer deines Anschlusszuges und die zur Verf├╝gung stehende Zeit zum Umsteigen auswendig.
b) Berechne bei Versp├Ątung wieviel Zeit dir wirklich zum Umsteigen bleibt und wie gro├č die Distanz zwischen Gleis X und Gleis Y ist.
c) Beim allem ├╝ber 3 Gleise und unter 5 Minuten renne. Immer !
d) Verinnerliche die Informationen aus Schritt 3 und wende sie an.
e) Ist dein Umsteigebahnhof ein Kopfbahnhof ohne Abk├╝rzungen, dann gehe bereits 10 Minuten vor Ankunft an das vordere Ende des Zuges (Fahrtrichtung) und positioniere dich direkt vor der T├╝r auf der Ausstiegsseite. Das spart dir bei langen ICE┬┤s locker 100 – 150m die du weniger rennen musst.
f) Ist dein Umsteigebahnhof ein Durchgangsbahnhof, dann positioniere dich bereits 10 Minuten vor Ankunft an einer T├╝r auf der Ausstiegsseite. Hast du gr├╝ndlich gearbeitet in Schritt 3 w├Ąhlst du zudem eine T├╝r die am n├Ąchsten zum Zielgleis liegt (z.B. bei Bahnh├Âfen mit Abg├Ąngen an beiden Enden des Gleises).
g) Benutze den DB Navigator h├Ąufig und pr├╝fe auch kurz vor Ankunft auf Neuigkeiten.
h) Wenn es knapp wird…erstmal rein in den Zug, Wagen egal. Um deinen Sitzplatz, Bordbistro oder die Fahrkarte kannst du dich immer noch k├╝mmern (Achtung: im Nahverkehr solltest du idealerweise schon eine Fahrkarte haben oder SOFORT zum Zugbegleiter mit deiner Versp├Ątungsgeschichte gehen).
i) W├Ąhrend du durch den Bahnsteig rennst versuche ein Auge auf die Anzeigentafeln und ein Ohr auf die Durchsagen zu richten. Manche Gleiswechsel passieren wirklich erst um 5 vor 12 und du willst nicht zum falschen Gleis rennen. Wirklich nicht.
j) Bevor du in den Zug einsteigst wirft immer einen schnellen Blick auf die Zugnummer, idealerweise auf die, die in einem der Zugdisplays angezeigt wird. Notfalls tuts auch die Anzeige ├╝ber dem Gleis (dann kann es dir allerdings passieren, dass vor dir noch ein anderer Zug steht als angezeigt wird).

to be continued…

bike trail on the future ICE track – part 1

The Deutsche Bahn AG ist currently constructing a new ICE track from Erfurt to Nuernberg. When it┬┤s finished in 2017 it will reduce the total traveling time from Berlin to Munich to something around 4 hours. Right now you need approximately 8 hours. The project started in 1996, got interrupted in 1999 and was continued in 2002.

Read more about the track at Wikipedia (only in German) :

http://de.wikipedia.org/wiki/Schnellfahrstrecke_N%C3%BCrnberg%E2%80%93Erfurt

The track passes Ilmenau in the east and is nearly finished up to Erfurt – only the rails are missing. Some kilometers south of Ilmenau, in the small village Langewiesen the track ends. From there a big bridge will push the track forwards which is currently under construction.

I visited the construction site several times and got the idea, that it would be a great route for a bike trip. I tested some parts of the track with my bike and came to the conclusion that a trip on the whole track from Ilmenau (Langewiesen) to Erfurt needs some good preparation. Nearly all of the bridges are blocked (and I mean really blocked) so you have to go through the valleys and all the tunnels are blocked too, so you have to go over the top. Sounds exhausting (and it is) but the bigger problem is, that there are no direct paths leading through the valleys or over the tops. I lost the way more than once when I looked for alternatives. So I decided to use Google Earth to have an all-time overview. It proved as a good and necessary idea. Besides that I┬áused my Garmin Forerunner 205 GPS watch to┬átrace my trail – you can see the route┬áin Google Earth below.

The track is covered by a combination of rough gravel and more capillary gravel. Riding on the first is sometimes a little bit tough and you really need to have a good hold on the steering, the second is much more comfortable although you are much faster on the rough gravel.

I felt pretty much motivated when starting the┬átrip on a sunny day in late July. But I underestimated one thing – the weather. With nearly 35 degress it was way to hot for a trail like this.┬áNormally I like riding when it┬┤s that hot but the up and down through the valleys and┬áover the tops┬áconsumed more of my power than I expected.┬áThere was no alternative┬áapart from splitting the route in 2 parts. So I left the┬átrack next to Arnstadt and used the train back┬áto Ilmenau.

My conclusion to the first part is a little bit divided. On one hand it was a damn hard and – especially after the third detour through a valley to get across a blocked bridge – demotivating trip. But on the other hand it was a great moment standing on the top after the last blocked tunnel and having a great view over the lowlands towards Arnstadt and Erfurt, knowing that the most hazardous part lies behind me.

Hopefully I┬┤ll have the chance to ride the 2nd part before the winter comes.

From this point I started my trail with direction to Erfurt :

30082008 auf einer gr├Â├čeren Karte anzeigen

>>> Link to the complete map in Google

bike trail pic 1

Entry point in Langewiesen. The picture shows the construction site for the bridge.

bike trail pic 1

And the view in the different direction, still at the entry point in Langewiesen. That┬┤s the first view you┬┤ll get when you start your trail.

bike trail pic 1

A (blocked) bridge next to W├╝mbach, the highest on the whole trail, so the largest valley to cross.

bike trail pic 1

Looking back on the last blocked bridge, with nature taking back its original ground. No wonder, 12 years after the construction of the track started.

bike trail pic 1

A view from the top of the first blocked tunnel. On the right you can see the Autobahn A71. At the horizon the next blocked tunnel is waiting for you.

bike trail pic 1

Cars and trains altogether. But where the hack are the trains ? The 2 tubes on the left side are for the cars on the Autobahn A71, the right tube is empty, blocked and forsaken.

bike trail pic 1

And that┬┤s the view you┬┤ll love. It┬┤s after the last blocked tunnel (on the first part of the track) and leads you straight into the lowlands from Arnstadt up to Erfurt.

bike trail pic 1

With this device I traced the route via GPS. It has many additional features for training.